KÖRBER, ANDREAS (2010): "Aktuelle Themen im Geschichtsunterricht? Zwei Möglichkeiten geschichtlichen Lernens."" In: Schulmagazin 5-10; 1/2010; S. 5-8.

Körber, Andreas (2010): „Aktuelle Themen im Geschichtsunterricht? Zwei Möglichkeiten geschichtlichen Lernens.““ In: Schulmagazin 5-10; 1/2010; S. 5-8.

Körber, Andreas (2010): „Aktuelle Themen im Geschichtsunterricht? Zwei Möglichkeiten geschichtlichen Lernens.““ In: <a href=“http://www.oldenbourg-klick.de/zeitschriften/schulmagazin-5-10/2010-1/aktuelle-themen-im-geschichtsunterricht“>Schulmagazin 5-10; 1/2010</a>; S. 5-8.

27.11.2009: Gastvortrag von Prof. Dr. Bea Lundt (Flensburg)


Liebe Kommiliton(inn)en,

am 27.11. startet der Arbeitsbereich Geschichtsdidaktik eine neue Reihe mit Gastvorträgen. Den Anfang macht Frau Prof. Dr. Bea Lundt von der Universität Flensburg:

A.Körber

Gastvortrag von Frau Prof. Dr. Bea Lundt:

Das Afrikanische Mittelalter als Herausforderung für die Geschichtsdidaktik.


beafrika_1Afrika im Mittelalter? Bei dem Begriff „Mittelalter“ tauchen cbeafrika_1hristliche Dome vor unseren inneren Augen auf, Ritter in glänzenden Rüstungen, städtische Handwerker, aber auch arme und unwissende Bauern in ihren unzivilisierten Dörfern. Gerade erst erschienen sind Unterrichts-materialien, die auch weiterhin „das Reich“ und seine Kaiser als Vorform Deutschlands präsentieren; noch immer eingesetzt wird eine dreigliedrige Lehnspyramide zur Kennzeichnung einer statischen sozialen Ordnung, die angeblich die Vormoderne kenn-zeichnete. Dabei zeigt uns die Forschung seit einigen Jahren eine differenzierte, multireligiöse und multikulturelle Epoche von hoher Mobilität in einem weit über Europa hinausreichenden Raum. Am Ende der Karawanenstraßen durch die Sahara befanden sich große Städte und Reiche. Zur Zeit werden in dem mittelalterlichen Gelehrtenzentrum Timbuktu zahlreiche arabische Handschriften gesichert, die von Reichtum und Wissen einer islamischen Schriftkultur des Mittelalters zeugen. In Afrika ist man sich dieser Tradition bewusst und pflegt sie. Doch in die mitteleuropäischen Geschichtsbilder sind solche Erkenntnisse noch nicht eingearbeitet. Wir werden „unser“ Mittelalter teilen müssen…

Frau Prof. Dr. Bea Lundt ist Professorin für mittelalterliche Geschichte und für die Didaktik der Geschichte an der Universität Flensburg, ebenso nimmt sie Lehraufträge und Assoziierungen an der Humboldt-Universität zu Berlin wahr.

Datum: 27. November 2009

Uhrzeit: 18.00 Uhr

Ort: Anna- Siemsen- Hörsaal

(Von- Melle- Park 8 )

Vortrag zu kompetenzorientiertem Geschichtslernen an Gedenkstätten

Körber, Andreas (3. 10. 2009): “Lehrer, Gedenkstätten, Schüler. Zum Verhältnis von schulischer und außerschulischer Bildung an Gedenkstätten.” Vortrag, gehalten auf dem Kolloquium: “Das KZ Neuengamme und seine Außenlager. Geschichte, Nachgeschichte, Erinnerung, Bildung” in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Körber, Andreas (3. 10. 2009): “Lehrer, Gedenkstätten, Schüler. Zum Verhältnis von schulischer und außerschulischer Bildung an Gedenkstätten.” Vortrag, gehalten auf dem Kolloquium: “Das KZ Neuengamme und seine Außenlager. Geschichte, Nachgeschichte, Erinnerung, Bildung” in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Gastvortrag: Learning Each Other's Historical Narrative

Learning Each Other‘s Historical Narrative – Gastvortrag

Vortrag am 16. Juli 2009 16:15

Einladung zu einem

Gastvortrag
in englischer Sprache

Prof. Dr. Shifra Sagy
(Ben-Gurion-University of the Negev;
Beer-Sheva, Israel)

Prof. Dr. Sami Adwan
(Bethlehem University,
Palestinian Authority)

Learning Each Other‘s Historical Narrative
An innovative form of peace-promoting history teaching and its background conditions in conflicting societies

Sami Adwan, Prof. of Education in Bethlehem, is co-initiator (together with the late with Dan Bar-On) and co-director of PRIME, the Peace-Research Institute for the Middle East in Talitha Kumi. In this function, he initiated a project for promoting a culture of mutual understanding among Jewish Israeli and Palestinian Students using a history textbook presenting the history of their societies‘ conflict in two contrasting narratives (Learning each other‘s historical narrative; 3 volumes). This project makes use of principles which correlate with standard principles of history teaching, theoretically cherished in German history didactics, however not fully implemented in teaching materials so far (multiperspectivity, controversialty, orientation on narratives rather than only on primary sources). Prof. Adwan will give a presentation about the idea of, the concept for and the experiences with this project.

Shifra Sagy, Prof. of Psychology, has undertaken empirical research about the perception of the mutual conflict among Jewish and Arab Israeli students in a longitudinal study. She will present her results and discuss them with special regard to effects of the the changing political situation onto both the perception and interpretation both of the past and on the attitudes towards the other.

Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft

Professur für Erziehungswissenschaft

unter bes. Berücksichtigung der Didaktik der Geschichte und der Politik

Prof. Dr. Andreas Körber

Kommentar zu einem Eintrag bei weblog.histnet.ch über Wikipedia im Geschichtsunterricht

Ich war beim Werkstattgespräch leider nicht dabei. Was mich aber wirklich interessieren würde jenseits aller (nein: neben allen) Fragen nach Authentizität, Verlässlichkeit, Reproduzierbarkeit ist unter spezifisch didaktischen Gesichtspunkten die Frage, ob mittels der Diskussions-Seiten von Wikipedia (und ähnlichen Projekten) das (nicht nur geschichts-) didaktische Konzept der “Kontroversität” besonders in Wert gesetzt werden kann.
Das Konzept basiert ja auf der theoretisch einsichtigen Vorstellung, dass es nicht die eine wahre Geschichte gibt, sondern jeweils perspektivisch und kulturell sowie wertend unterschiedliche, und dass es so zu einer Mehrzahl von nicht immer spannungsfrei miteinander kombinierbaren Re-Konstruktionen kommt.

Für den Geschichtsunterricht wird -in Anlehnung an den Beutelsbacher Konsens (1976)- dann gefordert, dass, was in Wissenschaft und Gesellschaft kontrovers ist, auch im Unterricht kontrovers thematisiert werden müsse, damit Schülerinnen und Schüler lernen, mit eben diesen Kontroversen in der Gesellschaft umzugehen (so zumindest unsere kompetenztheoretische Vorstellung; vgl. Schreiber/Körber 2006).
Im Rahmen der konventionellen Unterrichtsmedien kann dieses geschehen, indem in diesen “typische” Positionen einander gegenüber gestellt werden (wenn es auch noch immer zu wenige wirklich multiperspektivisch und kontrovers angelegte Quellensammlungen gibt), und, indem die Schülerinnen und Schüler mit oder ohne Hilfe in ihrer Umgebung solche Deutungs-Kontroversen entdecken.

Wird das mit Wikipedia anders und leichter? Stellen die Diskussions-Seiten eine relevante Auswahl relevanter und repräsentativer Perspektiven und Kontroversen dar? Gibt es also durch Wikipedia weniger auf den Haupt-Seiten, sondern mehr auf den Debatten-Seiten einen Zugriff auf die Realität des Deutungsgeschäfts (Vgl. meinen Vortrag in Schleswig)?

Und – daran anschließend – welche Konzepte und Kategorien sowie methodische Fähigkeiten müssen entwickelt und gefördert werden, um in diesen doch nicht spezifisch vorstrukturierten Debatten die relevanten Perspektiven zu entziffern, ihre Deutungen zu de-konstruieren und diskutierbar zu machen?

Hier wäre es z.B. sinnvoll, an konkreten historischen Themen einmal die Debattenseiten zu analysieren, um exemplarisch zu erarbeiten, ob diese das oben geschilderte Potential haben, oder ob sie sich doch eher als Spielwiese für abstruse Detaildiskussionen von ‘Freaks’ oder für politische Grabenkämpfe erweisen? [Damit soll nicht gesagt sein, dass das nicht gerade relevante Diskussionen ergibt, wer aber etwa die Debatte um Illigs These zwischen dessen Adepten Günter Lelarge und einer weitgehend wechselnden Gruppe eher wissenschaftlich argumentierender Teilnehmer in einer newsgroup kennt, kennt auch die politischen Publikationen).

Gruß

Andreas Körber

Beitrag zur Zusammenarbeit zwischen Geographie- und Geschichtsunterricht

Körber, Andreas (2006): Geschichte und Geographie – kategoriale Möglichkeiten der Kooperation. Eine Skizze aus der Sicht einer narrativistischen und kompetenzorientierten Geschichtsdidaktik. In Tobias Arand, Bodo von Borries, Andreas Körber, Waltraud Schreiber, Anna Wenzl, Béatrice Ziegler (Eds.): Geschichtsunterricht im Dialog. Fächerübergreifende Zusammenarbeit ; [Tagung]. Münster: Zentrum für Lehrerbildung (ZfL-Text, 11), ISBN: 978-3-934064-59, pp. 201–217.

Körber, Andreas (2006): Geschichte und Geographie – kategoriale Möglichkeiten der Kooperation. Eine Skizze aus der Sicht einer narrativistischen und kompetenzorientierten Geschichtsdidaktik. In Tobias Arand, Bodo von Borries, Andreas Körber, Waltraud Schreiber, Anna Wenzl, Béatrice Ziegler (Eds.): Geschichtsunterricht im Dialog. Fächerübergreifende Zusammenarbeit; Münster: Zentrum für Lehrerbildung (ZfL-Text, 11), <a href=“https://portal.dnb.de/opac.htm?query=978-3-934064-59-1&method=simpleSearch“>ISBN: 978-3-934064-59</a>, pp. 201–217.

Ein Beitrag zur Analyse videographierter / transkribierter Unterrichtsstunden

Körber, Andreas (2003): „Analyse von Geschichtsunterrichtstunden im Projekt ‚FUER Geschichtsbewusstsein‘.“ In: Zeitschrift für Geschichtsdidaktik 2, S. 89-101.

Körber, Andreas (2003): „Analyse von Geschichtsunterrichtstunden im Projekt ‚FUER Geschichtsbewusstsein‘.“ In: Zeitschrift für Geschichtsdidaktik 2, S. 89-101.

Schulartspezifisches oder differenziertes Geschichtslernen – Zusammenfassung einer Sektion

Körber, Andreas (2002): „Sektion 4: Schulformen und Lehrerbildung.“ In: Schönemann, Bernd; Voit, Hartmut (2002; Hgg.): Von der Einschulung bis zum Abitur. Prinzipien und Praxis des historischen Lernens in den Schulstufen. Idstein: Schulz-Kirchner (Schriften zur Geschichtsdidaktik; Bd. 14); ISBN: 382480509X, S. 270-276. (Zusammenfassung und Fazit der Sektion 4 der Zwei-Jahrestagung der Konferenz für Geschichtsdidaktik (KGD) 2001 in Fuldatal bei Kassel).

Körber, Andreas (2002): „Sektion 4: Schulformen und Lehrerbildung.“ In: Schönemann, Bernd; Voit, Hartmut (2002; Hgg.): Von der Einschulung bis zum Abitur. Prinzipien und Praxis des historischen Lernens in den Schulstufen. Idstein: Schulz-Kirchner (Schriften zur Geschichtsdidaktik; Bd. 14); ISBN: 382480509X, S. 270-276. (Zusammenfassung und Fazit der Sektion 4 der Zwei-Jahrestagung der Konferenz für Geschichtsdidaktik (KGD) 2001 in Fuldatal bei Kassel).

Beitrag zum (Fremd-)Verstehen und Urteilen im Geschichtsunterricht

Körber, Andreas (2000): „‚Hätte ich mitgemacht?‘ Nachdenken über historisches Verstehen und (Ver-)Urteilen im Unterricht.“ In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht; 51,7-8; S. 430-448

Körber, Andreas (2000): „‚Hätte ich mitgemacht?‘ Nachdenken über historisches Verstehen und (Ver-)Urteilen im Unterricht.“ In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht; 51,7-8; S. 430-448

Ein Beitrag zu interkulturellem Lernen mit dem Internet aus dem Transatlantischen Klassenzimmer

Körber, Andreas (1997): „Ein Experiment: Themenkonferenzen im ‚Transatlantischen Klassenzimmer'“. In: Donath, Reinhard; Volkmer, Ingrid (Hgg.; 1997): Das Transatlantische Klassenzimmer. Tips und Ideen für Online-Projekte in der Schule. Hamburg: edition Körber-Stiftung; ISBN: 3896840029; S. 125-134.

Körber, Andreas (1997): „Ein Experiment: Themenkonferenzen im ‚Transatlantischen Klassenzimmer'“. In: Donath, Reinhard; Volkmer, Ingrid (Hgg.; 1997): Das Transatlantische Klassenzimmer. Tips und Ideen für Online-Projekte in der Schule. Hamburg: edition Körber-Stiftung; ISBN: 3896840029; S. 125-134.