Online-Publikation

Logge, Thorsten; Kör­ber, Andreas; Kubon, Sebas­t­ian (Hg.) (2019 (i. Vorb.)): Geschichtssorten erschließen. Zum Umgang mit Geschichte im öffentlichen Raum. Ham­burg (Teach­ing Staff Resource Cen­ter (TSRC) für nicht-textuelle Geschichtssorten). Online ver­füg­bar unter https://geschichtssorten.blogs.uni-hamburg.de/ebook/.

Logge, Thorsten; Kör­ber, Andreas; Kubon, Sebas­t­ian (Hg.) (2019 (i. Vorb.)): Geschichtssorten erschließen. Zum Umgang mit Geschichte im öffentlichen Raum. Ham­burg (Teach­ing Staff Resource Cen­ter (TSRC) für nicht-textuelle Geschichtssorten). Online ver­füg­bar unter https://geschichtssorten.blogs.uni-hamburg.de/ebook/.

Call for Papers: Doing History

Call for Papers/Projects | Workshop am 20./21.6.2019

Doing History

Praktiken des Geschichtemachens in transmedialen Geschichtskulturen

30. April 2019, von Thorsten Logge

https://assets.rrz.uni-hamburg.de/instance_assets/fakgw/11240897/733x414-doing-history-2019-a35dbc7a2c34b963758693ba39bdb67cbeb0c449.jpg

Foto: T. Logge

 

Die Praktiken des “Geschichtemachens” stehen im Mittelpunkt einer neuen interdisziplinären Forschungsinitiative: Die Projektgruppe “Doing History” sucht Projektideen für die Einrichtung des Forschungsverbundes “Doing History – Praktiken des Geschichtemachens in transmedialen Geschichtskulturen” und Beiträge für einen Auftaktworkshop, der am 20./21. Juni 2019 in Hamburg stattfindet. Zielgruppe sind alle historisch arbeitenden Disziplinen in den Kultur- und Geisteswissenschaften.

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Geschichte ist nicht ein­fach Ver­gan­gen­heit, über die berichtet wird, Geschichte wird gemacht! Per­for­ma­tive Geschicht­skul­turen kon­stru­ieren Geschichte in unter­schiedlichen Kon­tex­ten – in Roma­nen, Fernsehsendun­gen, Kinofil­men, Reen­act­ments, Gedenkver­anstal­tun­gen, szenis­chen Lesun­gen, Ausstel­lun­gen oder his­to­ri­ografis­chen Pro­jek­ten – auch, um indi­vidu­elle und kollek­tive Iden­titäten herzustellen und auszuhan­deln. All diese Prak­tiken des Geschichtemachens mit ihren je spez­i­fis­chen Tech­niken und Ver­fahren der Her­stel­lung und Dis­tri­b­u­tion von Nar­ra­tiv­en sowie mit den unter­schiedlichen textuellen und nicht-textuellen Pro­duk­ten oder Objek­ti­va­tio­nen, in denen die Nar­ra­tive ihre medi­ale Form find­en, lassen sich als Vari­a­tio­nen eines per­for­ma­tiv erweit­erten Begriffs von His­to­ri­ografie fassen. Dieser bezieht sich nicht allein auf die Arbeit und das Ergeb­nis der textlich fokussierten pro­fes­sionellen His­torik­erin­nen und His­torik­er, son­dern umfasst poten­tiell alle denkbaren Prak­tiken des Geschichtemachens.

Kommunikative Formen und Mittel des “Geschichtemachens”

Bei den hier ange­sproch­enen Aushand­lung­sprozessen spie­len die For­men und Mit­tel der Kom­mu­nika­tion mit der ihnen jew­eils eige­nen, beson­deren Mate­ri­al­ität und Medi­al­ität eine wichtige Rolle. Sie sind inhärente Bestandteile der nicht sel­ten über­lap­pen­den oder gar in eins fal­l­en­den Entstehungs‑, Präsentations‑, Dis­tri­b­u­tions- und Rezep­tion­sprozesse, kurzum: der Per­for­ma­tiv­ität des Geschichtemachens. Wohl kaum eine Prax­is des Geschichtemachens lässt sich zudem auf ein einziges Medi­um beschränken, sie alle sind grund­sät­zlich trans­me­di­al. Das gilt auch dann, wenn einzelne Medi­en zuweilen eine dom­i­nan­tere Rolle ein­nehmen. Während etwa die uni­ver­sitäre Geschichtss­chrei­bung noch immer und über­wiegend Schriftquellen, d. h. Texte, bevorzugt, priv­i­legiert Geschichte in Film und Fernse­hen eher Bild- oder Bewegt­bildquellen. Wiederum andere Prak­tiken des Geschichtemachens nutzen diverse, auch nicht-textuelle, Objek­te, For­men und For­mate in ganz unter­schiedlichen Kom­bi­na­tio­nen. Dies gilt aus­drück­lich auch für die Per­for­mance-Kun­st.

Aber auch Medi­en selb­st kön­nen zum Gegen­stand der Aushand­lung wer­den, die wiederum von ihnen selb­st und ihren Eigen­schaften mit bee­in­flusst wird. Im Prozess des Geschichtemachens entste­hen somit medi­al kon­notierte „Geschichtssorten“, über die auch diese dop­pelte Rolle der Medi­en greif­bar wird.

Praxeologische Perspektiven

Obwohl in den let­zten Jahren das Inter­esse vor allem an pop­ulären medi­alen Geschichts­darstel­lun­gen in ver­schiede­nen Diszi­plinen immer stärk­er gestiegen ist, fehlt es weit­er­hin an ein­er wis­senschaftlichen Auseinan­der­set­zung mit der Prozes­su­al­ität von Geschicht­skon­struk­tio­nen selb­st: ein­er Analyse des DOING His­to­ry. Geschichtssorten sind daher auch weniger aufz­u­fassen als Werkkat­e­gorien wie „Gen­res“, „Gat­tun­gen“ oder „For­mate“, son­dern als Aneig­nungs- und Gebrauchs­for­men (uses of the past) und pro­duk­tive Hand­lungstypen (prac­tices of his­to­ri­og­ra­phy). Aus ihnen gehen die medi­al dif­feren­zierten, adres­saten­fokussierten, nar­ra­tiv­en Geschicht­spro­duk­te her­vor (his­to­ry types), die in Iden­titäts- und Ori­en­tierungs­diskursen von räum­lich, zeitlich und sozial spez­i­fis­chen Versammlungsöffentlichkeiten/medialen Milieus gegen­warts­be­zo­gen kom­mu­nika­tiv ver­han­delt wer­den (adap­tions to and adop­tions of his­to­ry). Aneig­nungs- und Gebrauchs­for­men sowiedie Prak­tiken der Adap­tion und Adop­tion stellen im Aus- und Auf­führen von Geschichte wiederum eigene Ereignisse dar, für die Aus- und Auf­führen­den sowie deren Pub­li­ka. Nicht nur die ref­eren­zierten Ereignisse in der Ver­gan­gen­heit, auch das rezip­ierende Erleben von Geschichte hat somit einen spez­i­fis­chen Ort in Raum und Zeit und hin­ter­lässt eigene Spuren. Die Prak­tiken des Geschichtemachens wirken zudem pro­duk­tiv und trans­for­ma­tiv auf das Geschichts­be­wusst­sein aller an diesem Prozess Teil­haben­den.

Das Pro­jekt DOING HISTORY ste­ht für einen Per­spek­tiven­wech­sel: Nicht mehr die ref­eren­zierte Ge- oder Begeben­heit in der Ver­gan­gen­heit soll im Mit­telpunkt ste­hen, son­dern vielmehr die unter­schiedlichen his­to­ri­ografis­chen Prak­tiken der Ereignis­beschrei­bung und ‑kon­sti­tu­ierung in und durch Geschichte, deren medi­al spez­i­fis­chen Pro­duk­te sowie ihre Ein­bet­tung in diskur­siv­en Aushand­lung­sprozessen. Das Pro­jekt verortet sich somit trans­diszi­plinär an den Schnittstellen von Geschichtswis­senschaft, Medi­en- und Kom­mu­nika­tion­swis­senschaft, Geschichts­di­dak­tik, Europäis­ch­er Eth­nolo­gie sowie allen Geistes‑, Kul­tur- und Human­wis­senschaften, die sich mit der Pro­duk­tion und Dis­tri­b­u­tion von (his­torischem) Wis­sen beschäfti­gen.

Das Pro­jekt DOING HISTORY wid­met sich den unter­schiedlichen Prax­en, in denen und durch die Geschichte kon­stru­iert wird. Im Mit­telpunkt ste­hen unter anderem Prozesse des Sam­melns, Archivierens, Selek­tierens, des Frag­men­tierens, Rah­mens, Insze­nierens und des Nar­ra­tivierens, Oper­a­tio­nen der Trans­mis­sion, d. h. der Über­tra­gung, der Ver­mit­tlung und Über­mit­tlung, die die Bear­beitung­sprozesse des Mate­ri­als kennze­ich­nen, der Adap­tion, Adop­tion und Trans­gres­sion im Umgang mit Ver­gan­gen­heit und Geschichte, des his­torischen Ler­nens auch und ger­ade in his­torisch­er Per­spek­tive sowie nicht zulet­zt der Agency, der Hand­lungs­macht, die den einzel­nen Akteuren bei den Trans­for­ma­tions- und Trans­gres­sion­sprozessen bei der Pro­duk­tion, der Repräsen­ta­tion, der Dis­tri­b­u­tion, der Exhi­bi­tion – also den Auf­führung­sprak­tiken – und der Rezep­tion von Geschichte in ver­schiede­nen (medi­alen) Milieus zukommt. Die Prak­tiken des Geschichtemachens wer­den dabei nicht allein unter medi­alen, method­is­chen, sozialen oder psy­chol­o­gis­chen Fragestel­lun­gen unter­sucht, son­dern stets auch im Hin­blick darauf, wie in ihnen und mit ihnen his­torisch­er Sinn entste­ht und dieser gesellschaftlich dis­tribuiert wird.

Transdisziplinärer Zugriff auf das Machen von Geschichte

Auch wenn dieser prax­e­ol­o­gis­che Per­spek­tiven­wech­sel vor allem im emergieren­den Feld der Pub­lic His­to­ry beson­ders deut­lich wird, zeich­net er sich in ver­schiede­nen Fäch­ern bere­its seit mehreren Jahren ab. Er unter­stre­icht die Trans­diszi­pli­nar­ität ein­er Fragestel­lung, die sich auf die Prozes­su­al­ität des Aushan­delns von Geschichte(n) konzen­tri­ert und auf die Art und Weise, wie dadurch Hand­lungs­macht für die jew­eili­gen Akteure, Sub­jek­te und Objek­te his­to­ri­ografis­ch­er Prak­tiken poten­ziert oder depoten­ziert wird. Tat­säch­lich zeigen sich ähn­liche Fra­gen und Per­spek­tiven­wech­sel in mehreren trans­diszi­plinären Ansätzen: in der Adap­tierung der Akteur-Net­zw­erk-The­o­rie und prax­e­ol­o­gis­chen Herange­hensweisen in den Per­for­mance Stud­ies, den Kör­perthe­o­rien der Medi­en oder der medi­en­wis­senschaftlichen Medi­al­itäts­forschung, in der Medi­olo­gie eben­so wie in medi­enethno­graphis­chen Ansätzen oder den Post­colo­nial Stud­ies – um hier nur einige zu nen­nen. Auch die Geschichts­di­dak­tik hat schon früh For­men des „außer­wis­senschaftlichen“ und „außer­schulis­chen“ Umgangs mit Geschichte in den Blick genom­men, ihre Prä­gung durch sowie Bedeu­tung für das Geschichts­be­wusst­sein in der Gesellschaft the­o­retisch und empirisch unter­sucht und mit Blick auf entsprechende Beiträge, Her­aus­forderun­gen, Anforderun­gen und Prag­matiken für his­torisches Lehren und Ler­nen reflek­tiert.

Quer­ste­hend zu Fächer­gren­zen zeigt sich hier eine gemein­same Such­be­we­gung, die den Zusam­men­hang von Geschichte als medi­ale Form der Aushand­lung von Iden­tität (bzw. Divid­u­al­ität) unter­sucht und dabei auch Fra­gen nach medi­aler Authen­tiz­ität bzw. Glaub­würdigkeit (und die Bed­ingth­eit dieser Kri­te­rien) stellt. Geschichtemachen kann freilich auch als Form des Spie­lens oder gemein­samen Tuns ver­standen wer­den, als Freizeit- und Unter­hal­tung­sprax­is, als Kom­mod­i­fizierung des His­torischen, dessen primäres Ziel nicht die iden­titäts­be­zo­gene Ori­en­tierung und Sinnbil­dung ist. Auch diese Prak­tiken brin­gen stets his­torische Nar­ra­tio­nen in diversen medi­alen For­men und For­mat­en her­vor und ver­bre­it­en sie in kom­mu­nika­tiv­en Prak­tiken. Sie kön­nen und müssen alle­samt inter- und trans­diszi­plinär unter­sucht wer­den. Im Mit­telpunkt ste­hen dabei gle­icher­maßen his­torische wie gegen­wär­tige Prak­tiken der Geschicht­skon­struk­tion, nicht-uni­ver­sitäre wie auch uni­ver­sitäre Prak­tiken des Geschichtemachens in allen denkbaren (medi­alen) For­men und For­mat­en.

Beiträge gesucht!

Wir suchen nach Beiträ­gen und Pro­jek­ten, die sich mit fol­gen­den Aspek­ten, Zusam­men­hän­gen oder Kom­plex­en beschäfti­gen:

  1. Fra­gen zu Medi­al­ität und Per­for­manz: Wie wird Geschichte medi­al aus­ge­han­delt? Wie lässt sich das Mate­r­i­al der Ver­gan­gen­heit in der Gegen­wart als Teil der Erin­nerungskul­tur assozia­tiv ver­wen­den? Wie verän­dern sich Glaub­würdigkeit­skri­te­rien von hand­lung­sori­en­tierten Geschicht­skon­struk­tio­nen?
  2. Fra­gen zu Hand­lungs­macht und Empow­er­ment: Wie verän­dert sich durch die Kon­struk­tion und Aushand­lung von Geschichte die Hand­lungs­macht von Akteuren und Aktan­ten? Welche (his­torischen) Vor­bilder gibt es für par­tizipa­tive Geschicht­skon­struk­tio­nen?
  3. Fra­gen zu the­o­retis­chen und method­is­chen Per­spek­tiv­en: Welche neuen the­o­retis­chen wie auch method­is­chen Per­spek­tiv­en ergeben sich im Rah­men ein­er prax­e­ol­o­gis­chen Analyse von Geschicht­skon­struk­tio­nen?
  4. Ver­gle­ichende bzw. inter- und tran­skul­turelle Ansätze: Wie gestal­tet sich das Doing His­to­ry in ver­schiede­nen kul­turellen Kon­tex­ten?
  5. Medi­en­the­o­retis­che Per­spek­tiv­en: Welche the­o­retis­chen und method­is­chen Aspek­te sind bei der Unter­suchung trans­me­di­aler Prak­tiken des Geschichtemachens zu berück­sichti­gen?
  6. Diachrone Per­spek­tiv­en: Wie haben sich For­men und Prax­en des Umgangs mit Geschichte verän­dert? Welche Bedeu­tung haben diese Verän­derun­gen für die Her­aus­bil­dung neuer Geschichts­bilder und Geschichtsver­ständ­nisse?
  7. Didak­tis­che Per­spek­tiv­en: Welchen Ein­fluss auf For­men his­torischen Ler­nens in unter­schiedlichen gesellschaftlichen Zusam­men­hän­gen haben einzelne oder mehrere Prax­en und Medi­en des Doing His­to­ry? Welchen Beitrag kön­nen sie leis­ten? Welche Ansprüche an Lern­prozesse stellen sie an ihre Akteure und welche Her­aus­forderun­gen an his­torisches Ler­nen in der Gesellschaft ergeben sich aus ihrer Exis­tenz und Entwick­lung?

Pro­jek­te, die Aspek­te und Ansätze quer zu den hier genan­nten Feldern disku­tieren und/oder ergänzende Fragestel­lun­gen disku­tieren möcht­en, sind her­zlich willkom­men.
Bewer­bung

Ein­re­ichun­gen enthal­ten ein Abstract (max­i­mal 500 Worte) und eine Kurzbi­ografie und sind einzusenden an thorsten.logge@uni-hamburg.de, Ein­sende­schluss ist der 30. April 2019.
Work­shop am 20./21. Juni 2019

Die Pro­jek­t­gruppe wählt aus den Ein­sendun­gen geeignete Pro­jek­t­beiträge aus. Die aus­gewählten Beitra­gen­den wer­den in der ersten Mai­woche informiert und zur Ausar­beitung eines 15-minüti­gen Vor­trags ein­ge­laden, der auf einem Work­shop am 20./21. Juni 2019 in Ham­burg­präsen­tiert wer­den soll. Der Work­shop dient der Vor­bere­itung eines Forschungsver­bun­dantrags, in dem die Einzel­beiträge als Teil­pro­jek­te inte­gri­ert wer­den kön­nen.
Veröf­fentlichung

Eine Veröf­fentlichung der aus­gewählten Beiträge in der Rei­he „Medi­en der Geschichte“ (De Gruyter Old­en­bourg) ist vorge­se­hen, der Band soll 2020 erscheinen.

Reisekostenübernahme

Reisekosten (Deutsche Bahn, 2. Klasse) wer­den bis zu ein­er Höhe von 250 Euro pro Beitrag über­nom­men, eine Unterkun­ft im Hotel wird gestellt.

Projektgruppe „Doing History“

Prof. Dr. Cord Aren­des (Hei­del­berg)
Prof. Dr. Andreas Kör­ber (Ham­burg)
Prof. Dr. Thorsten Logge (Ham­burg)
PD Dr. Ste­fanie Sami­da (Hei­del­berg)
Dr. Juliane Tomann (Jena)
Prof. Dr. Thomas Weber (Ham­burg)

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Kontakt

Prof. Dr. Thorsten Logge
Uni­ver­sität Ham­burg
Fakultät für Geis­teswis­senschaften
Fach­bere­ich Geschichte | Pub­lic His­to­ry
Überseer­ing 35 #5, Raum 02045
22297 Ham­burg
Tel.: +49 (0)40 42838 9061
E‑Mail: thorsten.logge@uni-hamburg.de

Teaching Staff Resource Center (TSRC) — Gemeinsames Lehrprojekt mit der Public History (Prof. Dr. Thorsten Logge) und der Landeszentrale für Politische Bildung.

Teaching Staff Resource Center (TSRC) für nicht-textuelle Geschichtssorten: Lehrprojekt

Das Pro­jekt zielt auf die Ein­rich­tung eines Teach­ing Staff Resource Cen­ter (TSRC) für die “Geschichtssorten” Muse­um, Denkmal, Film, Bild, Reen­act­ment und Führung.

Als “Geschichtssorten” wer­den dabei unter­schiedliche For­men his­torisch­er Nar­ra­tive unter Ein­bezug ihrer jew­eili­gen medi­alen und ggf. per­for­ma­tiv­en Her­vor­bringungs­be­din­gun­gen und ‑prozesse ange­sprochen.

Die im Pro­jek­tver­lauf erstell­ten, evaluierten, angepassten und im Kern­prak­tikum ange­wandten Han­dre­ichun­gen zur Erschließung von Geschichte im öffentlichen Raum an den Beispie­len Schlacht von Get­tys­burg und Schlacht bei Tan­nen­berg fördern das geschichts­di­dak­tis­che und fach­wis­senschaftliche Pro­fes­sion­swis­sen zur Analyse von Geschicht­srepräsen­ta­tio­nen in Hin­blick auf ihren Beitrag zum his­torischen Ler­nen. Als OER-Mate­ri­alien mit Beispie­len auf dem Ham­burg­er Bil­dungsserv­er und den Inter­net­seit­en der Lan­deszen­trale für poli­tis­che Bil­dung veröf­fentlicht, ste­hen die Arbeit­sergeb­nisse langfristig für die Ver­wen­dung u. a. in der Schule zur Ver­fü­gung. Das TSRC kann in Anschlusspro­jek­ten erweit­ert wer­den.

Das TSRC entste­ht in einem koop­er­a­tiv­en Lehrpro­jekt von Pub­lic His­to­ry (Prof. Dr. Thorsten Logge), Mit­te­lal­ter­lich­er Geschichte, Geschichts­di­dak­tik  (Prof. Dr. Andreas Kör­ber) und der Ham­burg­er Lan­deszen­trale für poli­tis­che Bil­dung (Dr. Sabine Bam­berg­er-Stem­mann).

Vgl. https://www.geschichte.uni-hamburg.de/arbeitsbereiche/public-history/personen/logge.html#8790747.

Unter­stützt wird es in ein­er Koop­er­a­tion durch Prof. Dr. Joan­na Woj­don von der Uni­ver­sität Wro­claw (Polen).

Das Pro­jekt wird gefördert durch das BMBF-Pro­jekt “Lehrla­bor Lehrerpro­fes­sion­al­isierung (L3PROF)” des Zen­trums für Lehrerbil­dung Ham­burg.