Hinweise für Hausarbeiten

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Regeln für Hausarbeiten

Inhalt:

  1. Allgemeines
  2. Formale Anforderungen
    1. Aufbau
    2. Sprache
    3. Umgang mit benutzter Literatur
    4. Zitieren
    5. Literaturverzeichnisse
    6. Persönliche Erklärung [neu!]
  3. Inhaltliche Anforderungen
    1. Frage statt Thema
    2. Fragen kleinarbeiten!
    3. Logischer Aufbau (Gliederung)
      1. Eine Frage erörtern
      2. Eine These vertreten
      3. Unterrichtsentwurf
  4. Rückgabe der Hausarbeiten und Scheinvergabe

Allgemeines

Aus gegebenem Anlass mache ich darauf aufmerksam, dass auch für Hausarbeiten in den Proseminaren und sogar in der PE gewisse Mindestanforderungen gelten, deren Nichteinhaltung dazu führen wird, dass die Arbeit vor der Erteilung des Scheins überarbeitet werden muss.

Die wichtigsten Fehlerarten, die zur Scheinverweigerung führen, sind hier zusammenfassend aufgezählt:

  1. Die Hausarbeit genügt den formalen Anforderungen an eine wissenschaftliche Arbeit nicht. Hierzu gehören insbesondere
    • fehlendes Deckblatt mit Titel, Autor, Ort und Datum
    • fehlendes Inhaltsverzeichnis
    • fehlendes Literaturverzeichnis
    • fehlende Kennzeichnung von
      wörtlichen Zitaten
      in Anführungszeichen
    • fehlender Beleg von (wörtlichen oder umschriebenen)
      Zitaten bzw. anderen aus der Literatur übernommenen Informationen.
    • unvollständige und/oder uneinheitliche Zitatnachweise und/oder bibliographische
      Angaben.
    • Plagiatsnachweis
    • Insbesondere fehlende Kennzeichnung und fehlender Nachweis von Zitaten und fehlende Literaturangaben führen auch bei ansonsten guter Anlage und Durchführung der Arbeit zur Verweigerung des Scheins.

  2. Die Hausarbeit hat keine klare Fragestellung bzw. kein klares Thema. Eine Hausarbeit sollte eine eindeutige und klar ausgewiesene sowie begründete Fragestellung haben.
  3. Die Hausarbeit ist ein Gesinnungsaufsatz, in dem vermeintlich oder echte „Wahrheiten“ und Überzeugungen ohne Bezug zur Literatur ausgebreitet werden.
  4. Die Hausarbeit besteht zum weit überwiegenden Teil aus Dokumentation ohne eigenständige Auswertung und/oder Interpretation.

Formale Anforderungen an Hausarbeiten

Hausarbeiten dienen dazu, Ihnen Anlass und Gelegenheit zu geben, ein wissenschaftlich interessantes Thema unter einer bestimmten Fragestellung selbstständig zu durchdenken und zu bearbeiten. Auch wenn sie nicht zur Publikation bestimmt sind, müssen sie bestimmte formale Anforderungen erfüllen, die üblicherweise auch für Publikationen gelten:

    1. ein Deckblatt aufweisen, aus welchem hervorgeht,
      • wer als Autor für die Arbeit (bzw. für welche Teile der Arbeit) verantwortlich ist (Autor(en)),
      • Ihre E-Mail-Adresse (damit ich Sie benachrichtigen kann, wenn ich die Arbeit gelesen habe; vgl. „Rückgabe der Hausarbeiten und Scheinvergabe“)
      • wie der genaue Titel der Hausarbeit lautet,
      • zu welchem Anlass (z.B. Seminar und Jahr) sie erstellt wurde,
    2. ein Inhaltsverzeichnis besitzen, in welchem die Gliederung der Arbeit vorgestellt wird (mit Seitenzahlen!)
    3. eine Einleitung haben, in welcher das Thema, die Fragestellung und das eigene Vorgehen dargestellt und möglichst begründet werden,
    4. einen Hauptteil aufweisen, in welchem die Fragestellung bzw. die Fragestellung im Einzelnen untersucht wird,
    5. einen Schluss besitzen, in dem die Ergebnisse der eigenen Untersuchung zusammengefasst und in weitere Themen eingeordnet werden. Hier können auch Fragen fürweitere Untersuchungen formuliert werden.
    6. ein Literaturverzeichnis aufweisen, in dem sämtliche benutzte Literatur in korrekter Form aufgeführt wird. Zur korrekten Form vgl. unten.
    7. mit einer handschriftlich unterschriebenen Erklärung abschließen, dass Sie die Arbeit selbstständig verfasst und andere als die angegebenen Hilfsmittel nicht benutzt haben.
    1. Die Sprache einer Hausarbeit sollte sachlich und dem Gegenstand angemessen sein.
    2. Saloppe Ausdrücke der Alltagssprache sind weitgehend zu vermeiden
    3. Fachbegriffe sollten korrekt verwendet werden
    4. Auch (und gerade) in Hausarbeiten empfiehlt es sich, verwendete Fachbegriffe beim ersten Gebrauch kurz zu definieren. Insbesondere wenn verschiedene Bedeutungen und Definitionen in der Literatur gefunden werden, ist es immer anzuraten, dass (z.B. in einer Fußnote) angegeben (oder gar diskutiert) wird, welcher Definition man selbst in der weiteren Arbeit folgt.
    5. Der Gebrauch von Fremdwörtern sollte nur dort erfolgen, wo er sachlich oder fachlich geboten ist. Er sollte korrekt sein.
    1. Wer solche fremden Ergebnisse ohne Nachweis benutzt, tut gegenüber dem Leser so, als wären dies eigene Gedanken und Ergebnisse. Auch wenn das manchmal verlockend ist, sprechen viele Gründe (davon einige zwingend) dafür, die Herkunft offen zu legen:
      1. Der ursprüngliche Autor eines Gedankens hat auf diesen einen Urheberrechtsanspruch. Verwendung eine fremden Gedankens oder Urteils ohne Beleg ist (auch bei schriftlichen Arbeiten im Studium) „Diebstahl geistigen Eigentums“
      2. Derartige „stillschweigende Übernahme fremden Eigentums“ wird als Täuschungsversuch gewertet und führt zur Ablehnung der Arbeit als „nicht bestanden“ [gem. FBR-Beschluss vom 11.5.2005]
      3. Man kann sich nicht immer darauf verlassen, dass das, was andere behaupten (schreiben) bzw. deren Urteile über Sachverhalte korrekt oder zustimmungsfähig sind. In bestimmten Fällen kann es von Vorteil sein, die Verantwortung für eine Behauptung zumindest zum Teil dem tatsächlichen Autor aufzutragen und sich so abzusichern.
      4. Die Auswahl der Literatur und der Zitate daraus ist ein Kriterium für die Qualität der eigenen Arbeit, das man offen legen sollte
      5. Die Leserin oder der Leser einer Arbeit soll mit dem Nachweis in die Lage versetzt werden, bei den betreffenden Autoren direkt nachzulesen.
    2. Sämtliche benutzte Literatur ist in einem Literaturverzeichnis am Ende der Arbeit alphabetisch aufzuführen. Dies kann in verschiedenen Formaten geschehen.
    3. Alle aus der benutzten Literatur übernommenen Informationen und Bewertungen sind als Zitate zu kennzeichnen und nachzuweisen.
    4. Wörtliche Zitate und einfache Paraphrasen sollen auf das Nötigste beschränkt sein. Ausufernde Originalzitate ohne eigene Analyse dessen, was es für den eigenen Gedankengang bedeutet, sind zu unterlassen.
      1. Wörtliche Zitate werden in
        Anführungszeichen („…“) gesetzt
      2. Wörtliche Zitate dürfen nicht
        verändert
        werden. Das gilt für die Satzstellung
        wie für Rechtschreibfehler. Dafür gelten folgende
        Ausnahmen:

        • Aus dem Zitat dürfen Einzelheiten ausgelassen werden. An
          ihrer Stelle stehen dann drei Punkte (…), am besten in
          (eckigen) Klammern: […]
        • In das Zitat dürfen einzelne Wörter eingefügt
          werden, wenn Auslassungen oder der anschluss an außerhalb
          des Zitats stehende Satzteile dies erfordern. Die
          Einfügungen stehen in eckigen Klammern.
        • Ebenso dürfen an Wörter einzelne Buchstaben
          angehängt werden, wenn durch den Anschluss an
          außerhalb des Zitats stehende Satzteile sich ein Kasus
          ändert. Auch diese Buchstaben stehen in eckigen
          Klammern.
      3. Wörtliche Zitate in wörtlichen Zitaten erhalten
        statt der doppelten Anführungszeichen einfache.
        (‚…‘)
      4. Nicht-wörtliche Zitate (Paraphrasen) stehen in der
        indirekten Rede (Konjunktiv!) bzw. weisen deutlich aus, dass die
        Auffassung eines anderen autors wiedergegeben wird.
      5. Wenn einzelne Begriffe hervorgehoben werden sollen, stehen
        sie zur Unterscheidung von echten Zitaten in einfachen
        Anführungszeichen oder in Guillemets
        («…»)
      1. Es soll für den Autor ohne viel Aufwand zu realisieren
        sein.
      2. Der Lesefluss des Lesers soll möglichst nicht
        gestört werden.
      3. Der Leser soll die zitierte Publikation möglichst ohne
        viele Schwierigekeiuten und ohne langes Blättern
        identifizieren können.
      4. Einige Autoren wollen oftmals nicht nur den reinen Nachweis
        bringen, sondern ihn oder das zitierte Werk bzw. das Zitat selbst
        noch kurz kommentieren.
      1. Das »amerikanische Zitieren«

        Das amerikanische Zitieren (auch: »Harvard-System«)
        ist erfunden worden, um das Erstellen von Fußnoten zu
        umgehen. Bei diesem System wirdim Text selbst nur eine Kurzform
        des Nachweises eingebaut, mit der die vollständige
        Literaturangabe dann im Literaturverzeichnis
        nachgeschlagen werden kann. Ohne Literaturverzeichnis ist
        diese Zitierweise sinnlos
        (und sie erzwingt für den
        Leser, immer letzteres mit zu kopieren). Die für den
        Nachweis erforderlichen Angaben werden unmittelbar nach dem Zitat
        in Klammern im Haupttext eingebracht (Rost 1999; S. 215ff), so,
        wie ich es hier gerade getan habe. Üblicherweise werden nur
        der Name des oder der Autoren, das Jahr der Publikation und die
        Seite genannt. Die genaue Formatierung ist unterschiedlich
        (obwohl es auch hier Festlegungen gibt; vgl. Rost 1999, S. 217).
        So geben einige Autoren das „S.“ an, andere lassen es
        weg: (Rost 1999; S. 217) bzw. (Rost 1999; 217).
        Mit den Informationen aus dieser Klammer kann der Leser nun das
        Literaturverzeichnis aufsuchen und den genauen Titel des Werks
        identifizieren:

        Literaturverzeichnis
        Rost, Friedrich (1999): Lern- und Arbeitstechniken für
        pädagogische Studiengänge.
        2. Aufl.; Opladen:
        Leske + Budrich.

        Hieraus ergeben sich einige Anforderungen und Besonderheiten
        dieses Systems:

        Genauere Übersichten über Varianten dieses
        Zitierens und weitere Sonderfälle bietet Rost (Rost 1999, S.
        222-242)

      2. Das Zitieren mit Fußnoten

        Heutige Textverarbeitungssysteme erlauben relativ einfach das
        Erstellen von Fußnoten bzw. Endnoten. Wenn kein zwingender
        Grund vorliegt, der Endnoten erfordert, sollte man immer
        Fußnoten (am unteren Ende der Seite) verwenden, um dem
        Leser das Blättern zu jeder Anmerkung zu ersparen.
        Fuß- und Endnoten erlauben es, längere Zitatnachweise
        zu machen, ohne den Lesefluss im Haupttext empfindlich zu
        stören. Daher sind hier auch gleich beim Zitat mehr Angaben
        möglich als beim Harvard-System.[1]
        Allerdings ist es unökonomisch, bei mehreren Zitaten aus dem gleichen Werk jeweils die vollständige Angabe zu machen. Dadurch
        würden die Fußnoten nur unnötig lang. Daher haben
        sich mehrere Varianten eingebürgert:

        1. Die erste (klassische) Variante besteht darin, nach der jeweils frühesten Benutzung eines zitierten Werkes dieses vollständig anzuführen[ 2 ] und danach nur noch mit einem Kurtitel zu zitieren.[ 3 ] Dies
          hat zur Folge, dass der Leser sich anhand des Kurztitels die
          früheste Fußnote mit der vollständigen Titelangabe dieses Titels suchen muss, um diesen zu erfahren.
          Oftmals wurde statt des Kurztitels auch „a.a.O“
          (=“am angegebenen Ort“) oder „loc.cit.“
          (=Latein: „loco citato“) verwendet. Beides ist heute
          unüblich.
        2. Eine andere Variante ist die, auch schon bei der ersten Erwähnung auf die vollständige Titelangabe zu verzichten und diese, ähnlich wie beim Harvard-System, nur im Literaturverzeichnis anzugeben.[ 4 ] Der Vorteil durch die Fußnote, die ja dann ebenso kurze Titelangaben enthält wie beim
          amerikanischen Zitieren, ist dann nur noch die Möglichkeit,
          Kommentare einzubauen.
        3. Eine heute oft zu findende Variante ist, dass bei wiederholten Nachweisen aus einem Werk die Nummer der Fußnote angegeben wird, in der der vollständige Erstbeleg zu finden ist.[
          5
          ]. Dieses System lässt sich auch leserfreundlich mit einem Literaturverzeichnis kombinieren.
      3. Auch fur Fußnoten gibt es einige wichtige Grundregeln:
        1. Die Nummerierung der Fußnoten ist im ganzen Text
          durchlaufend (nicht auf jeder Seite wieder mit „1“
          beginnen. Bei größeren Arbeiten kann
          kapitelweise
          nummeriert werden.
        2. Jede Fußnote endet mit einem Punkt.

        Anmerkungen
        [ 1 ] So kann z.B. in
        einer Fußnote auf bestimmte Gesichtspunkte hingewiesen
        werden, die beachtet werden müssen. Insbesondere in den
        Geistes- und Kulturwissenschaften hat es sich eingebürgert,
        ganze ‚Nebenkriegsschauplätze‘ der Diskussion in die
        Fußnoten zu verlagern. Vgl. auch Grafton, Anthony (1998):
        Die tragischen Urspruenge der deutschen Fussnote.
        München: dtv (dtv; 30688).
        [ 2 ] Rost, Friedrich
        (1999): Lern- und Arbeitstechniken für pädagogische
        Studiengänge.
        2. Aufl.; Opladen: Leske + Budrich, S.
        218ff.
        [ 3 ] Rost:
        Arbeitstechniken, S. 218.
        [ 4 ] Rost 1999;
        218.
        [ 5 ] Rost (wie Anm.
        2) verzeichnet dieses Verfahren nicht. Man findet es in vielen
        neueren Zeitschriften. Es ist nur mit moderner Textverarbeitung,
        die Querverweise auf sich beim Schreiben ja ändernde
        Fußnotennummern automatisieren kann, sinnvoll.

        Literaturverzeichnis

        Grafton, Anthony (1998): Die tragischen Ursprünge der
        deutschen Fussnote.
        München: dtv (dtv; 30688).
        Rost, Friedrich (1999): Lern- und Arbeitstechniken
        für pädagogische Studiengänge.
        2. Aufl.;
        Opladen: Leske + Budrich.
      • Der Zitatnachweis selbst muss auf der Seite erfolgen, auf der
        das Zitat beendet ist.
      • Er sollte mindestens den Autor, das Jahr und die zitierte[n]
        Seite[n] der zitierten Veröffentlichung unmittelbar
        nennen
      • Er muss es ermöglichen, die zitierte Publikation
        eindeutig zu identifizieren.
    1. Das eigentliche Zitat: wörtlich bzw. paraphrasiert
    2. Der Nachweis des Zitats
    3. Für den Nachweis von Zitaten haben sich verschiedene
      Systeme herausgebildet. Alle verfolgen den gleichen Hauptzweck:
      Der Leser soll unmittelbar nach dem Zitat erfahren, von wem das
      Zitat stammt (und von wann), und wo er es selbst auffinden kann.
      Dieses »selbst auffinden können« gibt auch dir
      wichtigsten Kriterien für die Nützlichkeit eines
      Zitiersystems vor.
      Welches der üblichen Zitiersysteme
      Sie verwenden, ist weitgehend gleichgültig. Sie sollten sich
      aber zumindest innerhalb einer Arbeit für eines
      entscheiden
      und es korrekt durchhalten.
      (Später, wenn Sie publizieren, müssen Sie sich sowieso
      oft an die Vorgaben der jeweiligen zeitschrift halten — etwas
      Flexibilität tut hier also ganz gut).
      Grundsätzlich gilt:

      Neben diesen Grundanforderungen gibt es weitere
      Überlegungen zur Zweckmäßigkeit von
      Zitiersystemen. Einige davon widersprechen sich.

    4. Die grundlegenden
      Nachweissysteme
    5. Die meisten Zitiersysteme bestehen aus dem Nachweis direkt
      beim Zitat und einem Eintrag in einem Literaturverzeichnis. Mit
      Hilfe des Eintrags beim Zitat wird man auf das
      Literaturverzeichnis verwiesen, in dem man den genauen Titel der
      zitierten Publikation nachschlägt.
      Dies bedeutet, dass ein Literaturverzeichnis insbesondere dann
      wichtig ist, wenn beim Zitat selbst nur eine Kurzangabe erfolgt.
      Bei Hausarbeiten im Studium ist das Literaturverzeichnis
      immer verpflichtend!

    1. Das Literaturverzeichnis muss strikt alphabetisch nach den
      Autorennamen und innerhalb dieser sortiert sein, entweder

      • chronologisch nach Jahren
      • oder

      • alphabetisch nach dem Titel bzw. zweitem Autor.

      Ziel ist, es den Leser in die Lage zu versetzen, zu einer vorne im Text u.U. verkürzt angegebenen Literatur hinten die vollständigen Angaben zu finden.

    2. Es empfiehlt sich stark, das Jahr im Literaturverzeichnis
      jeweils unmittelbar nach den Autorennamen und vor den Titel zu
      setzen:

      • Beispielhaft, Bernd; Mustermann, Max (1999): „Titel des Aufsatzes.“ In: Titel der Zeitschrift 55,1-4; S. 44-55.
      • Meyer, Ulrich (1992b): „Fiktiver Titel eines Aufsatzes.“ In: Mustermann, Max; Beispielhaft, Bernd; Korrekt, Karl (Hg.): Titel des Buches. Ort: Verlag (Reihentitel; 24), S. 354-355.
      • Meyer, Ulrich (1992): Fiktiver Titel eines Buches. Nirgendwo: Kein Verlag.
      • Meyer, Walter (1988): Noch ein ausgedachter Titel. Kein Ort: Nirgend-Verlag.
      • Mustermann, Max (2001): „Titel des Aufsatzes.“ In: Beispielhaft, Bernd (Hg.): Titel des Buches. Ort: Verlag.
    3. Werden von einem Autor mehrere Arbeiten aus dem gleichen Jahr
      zitiert, müssen sie mit Kleinbuchstaben auseinander gehalten
      werden:

      im Text:

        „Zitat 1“ (Müller 1987a; S. 3) …
        „Zitat 2“ (Müller 1987b, S. 55).

      und im Literaturverzeichnis sieht das dann so aus:

      • Müller, Franz (1987a): Buch 1. Ort. Verlag.
      • Müller, Franz (1987b): Buch 2. Ort: Verlag.
    4. Für das Literaturverzeichnis haben sich beim
      amerikanischen Zitieren noch ein paar Besonderheiten
      eingebürgert:

      1. Bei Veröffentlichungen, die selbstständig
        erscheinen, die also in Bibliothekskatalogen und Bibliographien
        auffindbar sind (v.a. Bücher), wird der Titel
        kursiv
        gesetzt.
      2. Bei unselbstständigen Publikationen (z.B. Aufsätzen
        in Zeitschriften), wird der Titel des Artikels in
        Anführungszeichen gesetzt, der Titel der
        (selbstständigen)Publikation, in der er zu finden ist,
        jedoch wieder kursiv.
      3. Ein Beispiel:

        • Mustermann, Werner (1999): Titel des Buches. Verlag:
          Ort.
        • Schmidt, Gunter: „Aufsatztitel.“ In: Müller,
          Franz (1987; Hrsg.): Titel des Buches. Ort: Verlag, S.
          33-55.
        Wegen mehrfacher Missverständnis zwischen Studierenden, die zusammen eine Arbeit geschrieben haben, muss ich das Verfahren für Hausarbeiten etwas ändern:

        Jede(r) Studierende, die/der eine Hausarbeit allein oder mit anderen zusammen abgibt, muss folgendes Formular ausgefüllt beilegen (bei 3 Autoren also 3 mal):
        AK_Erklärung_Hausarbeiten_2.PDF bei Modulprüfungsarbeiten: Modulprüfungen_Hausarbeiten_Ablauf_Erklärung_1.pdf.

        Das weitere Verfahren ist auf der zweiten Seite (die nicht mir abgegeben werden muss) verzeichnet.

    5. Persönliche Erklärung
  1. Äußerer Aufbau von Arbeiten
  2. (zur logischen Gliederung siehe unten xxx)

    Die Arbeiten müssen

  3. Sprache
  4. Umgang mit benutzter Literatur
  5. Wissenschaftliche Erkenntnisse können nicht im Alleingang unternommen werden. Immer wird man sich in Teilen auf Ergebnisse
    anderer stützen müssen, die in den eigenen Gedankengang eingebaut werden — sei es als Voraussetzung, zustimmend, oder auch krtisierend-ablehnend.

  6. Zum Zitieren
  7. Als „Zitat“ bezeichnet man in der Wissenschaft die wörtliche oder sinngemäße Übernahme fremden geistigen Eigentums bzw. fremder Aussagen. Zitate sind zu „belegen“ (nachzuweisen), d.h., der Leser muss schon beim Lesen des Zitates erfahren, dass die Aussage nicht vom Autor des Textes, sondern von jemandem anderen stammt — und er muss unmittelbar danach und möglichst ohne großen Aufwand herausfinden können, von wem sie ist und wo er die zitierte Aussage
    selbst finden kann.
    Hierfür sind in der Wissenschaft verschiedene Regeln ‚erfunden‘ worden.

  8. Literaturverzeichnisse


Inhaltliche Anforderungen

Ein richtiger formaler (äußerer) Aufbau einer Arbeit allein garantiert aber noch keinen Erfolg. Wissenschaftlichkeit einer Arbeit wird nicht dadurch erreicht, dass die Fußnoten und die Zitate korrekt sind. Hierzu kommt es vielmehr auf ihren gedanklichen Aufbau und ihre Gliederung an.

      1. Einleitung
        1. Die Fragestellung und ihre Relevanz
        2. ggf. Überblick über bisherige Forschungsmeinungen
        3. Ggf. Literaturüberblick
        4. Überblick über die Gliederung der eigenen Arbeit
        5. nicht: Eigene Position
      2. Hauptteil
        Der Hauptteil wird je nach Gegenstand unterschiedlich gegliedert. Die eigene Fragestellung wird nach mehreren Gesichtspunkten und Aspekten hin untersucht. Jedes Teilkapitel darf ein Zwischenfazit enthalten.
      3. Schluss
        Im Schlussteil werden die Einzelergebnisse noch einmal zusammengefasst, gegeneinander abgewogen. daraus entsteht ein Gesamtfazit, welches das Ergebnis der ganzen Untersuchung und damit eine Antwort auf die Fragestellung ist.
        Hier ist auch der Platz für Hinweise auf offene oder neue Fragen.
      1. Einleitung
        1. Die Fragestellung und ihre Relevanz
          US-amerikanische Studenten lernen beim „essay writing“, dass die eigene Aussage in den ersten Satz gehört. So eng müssen Sie es nicht sehen. Wenn Sie in der Einleitung zunächst das Problem skizzieren und seine Bedeutung (Relevanz) aufzeigen, können Sie sehr gut zum Ende der Einleitung (das ist ein sehr betonter Ort), aber bevor Sie Ihre Gliederung vorstellen, darlegen, welche These Sie im folgenden vertreten wollen.
        2. Gliederung/Gang der Argumentation
          In der Einleitung sollte dann auch vorgestellt werden, mit welchen Aspekten sich Ihre „Beweisführung“ in den Kapiteln des Hauptteils beschäftigt. Sie werden also aufführen müssen, was sie alles zur Argumentation heranziehen.
      2. Hauptteil
        Der Hauptteil trägt nun den Gang Ihrer Argumentation. Im Gegensatz zur Einleitung, die bereits Ihre deutliche Stellungnahme enthält, ist der Hauptteil zurückhaltender.
        Im Hauptteil führen Sie alle wesentlichen informationen und Argumente auf, die Ihnen zum Thema bekannt sind. Sie können jeweils die Ihnen plausibel erscheinenden Positionen hervorheben (sie stützen ja ihre These), ohne dabei jedoch andere zu unterschlagen.

        Mögliche Elemente der Hauptteils sind:

        1. Begriffsbestimmungen
        2. Ein geschichtlicher Rückblick über die Forschung zum Thema
        3. Ein systematischer Überblick über Theorien, Forschungsansätze und -ergebnisse
      3. Schluss
        Da Sie Ihre These schon in der Einleitung vorgestellt haben, dient der Schluss dazu, die im Hauptteil einzeln, evtl. auch unverbunden nebeneinander aufgeführten Einzelargumente zusammenzufassen, ggf. zu gewichten und so Ihre These noch einmal als Ergebnis einer Zusammenschau der einzelnen Argumente plausibel zu machen.
        Hierher gehören auch Hinweise auf noch offene oder neu aufgetretene Fragen.
      4. Literaturverzeichnis
    1. Eine Frage erörtern
    2. Diese Form der Gliederung ist immer dann angemessen, wenn es Ihr Hauptanliegen ist, eine Frage zu klären und Sie vor Beginn der Arbeit selbst keine sehr feste Meinung zu dieser Frage haben.

      Beispiel einer Erörterungs-Gliederung


    3. Eine These vertreten
    4. Diese Form der Gliederung ist immer dann geeignet, wenn Sie selbst vor Beginn der Arbeit oder im Verlauf des Forschungsprozesses eine feste Meinung gewinnen, also deutlich Stellung beziehen wollen.

      Der Kern dieses Gliederungsschemas ist, dass die Antwort auf die Forschungsfrage schon in der Einleitung deutlich erwähnt wird und der Hauptteil dazu genutzt wird, diese eigene These zu belegen und zu erhärten, sowie gegenteilige Auffassungen zu widerlegen.

      Beispiel für eine Thesen-Gliederung
    1. Vorklärungen
      1. Auch wenn einige Kolleginnen und Kollegen (u.a. H. Meyer) mit der Auffassung Recht haben, dass es in pädagogischen Zusammenhängen keine ‚reinen‘ Gegenstände in dem Sinne gibt, dass sie ohne pädagogische Überlegungen und Gesichtspunkte definiert werden könnten, ist es für die Planung sinnvoll, dieses vorgegebene Interesse für kurze Zeit zurückzustellen, und sich zunächst darüber Gewissheit zu veschaffen (und des dem Leser offenzulegen), was der gegenwärtige Stand des Wissens um den „Gegenstand“ ist. Dass dieser dabei schon durch das Interesse, ihn in einem Unterricht zu verwenden, geprägt und mit-definiert bzw. abgegrenzt ist, darf dabei nicht vergessen werden, sollte aber für einen Augenblick zurückgestellt werden.
      2. Begriffe
    2. Daher ist es sinnvoll — nicht aber zwingend –, den Unterrichtsentwurf wie folgt zu gliedern:
      1. Einleitung
        1. Kurze Nennung und Beschreibung des Unterrichts-Themas (also mit Intention).

          1. 1968 – die zweite Gründung der Bundesrepublik?

        2. Begründung der Relevanz

          1. 1968 jährt sich 2008 zum 40. Mal. In der Öffentlichkeit wird immer noch und stärker getritten. Die Schüler sollen diesen Streit, die Positionen und ARgumente kennelernen und zu eigenem Urteil und eigener Orientierung befähigt werden.

        3. Kurze Darstellung des Aufbaus der Arbeit
      2. Hintergrund
        1. Aussagen zur gesellschaftlichen Relevanz des Gegenstandes / des Themas

          1. In der Geschichtswissenschaft gibt es seit mindestens 20 Jahren eine kontroverse Debatte um 1968. Dies liegt zum einen an der Vielschichtigkeit der Ereignisse in diesem und den umliegenden Jahren (Studentenproteste nach 1967, Notstandsverfassung, Prager Frühling und Einmarsch, Proteste in Paris, …). Auch 2008 flammt der Streit wieder auf. Er ist kontroverser und schärfer als je zuvor (vgl. etwa: Aly 2008). …
          2. In der Gesellschaft dient „1968“ seit vielen Jahren als Orientierungspunkt. Den „68ern“ wird im Positiven („zweite Gründung der Bundesrepublik“; „Vollendung des Grundgesetzes“) wie im Negativen („schuldig für die Orientierungs- und Wertelosigkeit der heutigen Gesellschaft“; „Ursprung des deutschen Terrorismus“) Wirkungsmächtigkeit zugeschrieben, sich für oder gegen ihre Ideen (oder das, was dafür gilt) zu stellen, ist auch heute noch politisch.

        2. Ggf. Angaben zur Geschichte der didaktischen Benutzung des Gegenstandes
      3. Sach-Analyse
        1. Eine Erörterung des gegenwärtigen Wissensstandes zum Gegenstand (auf der Basis von Literatur!).

          1. Die Ereignisse von 1968 im Überblick
          2. Quellenlage und Forschungsstand
          3. die großen Deutungen und Wertungen
          4. Ost- West-Unterschiede: Im Osten eher Prager Frühling als identitätsrelevant — im Westen APO/Notstandsgesetze …? (ggf. Umfrageergebnisse)

      4. Didaktische Analyse
        Bei der didaktischen Analyse geht es darum, die didaktische Thematisierung des Gegenstandes zu klären und zu legitimieren.
        Es geht also darum zu klären, warum sich heutige Schüler insgesamt und diese Schülerinnen besonders sich mit diesem Thema beschäftigen sollen, was sie daran lernen können, warum und inwiefern ihnen dies bei ihrem weiteren Leben helfen kann.
        Das ist in mindestens zwei Denk- und Argumentationsrichtungen denkbar:

        1. Wenn ein Gegenstand vorab gegeben war oder bereits feststeht: Was kann an diesem Gegenstand gelernt werden? Den Gegenstand allein zu lernen, reicht nicht aus! (Es gilt also z.B. nicht zu formulieren: „Die Schüler sollen lernen, wie das Deutsche Reich gegründet wurde“)
        2. An welchem historischen Sachverhalt/Gegenstand kann eine Einsicht/ eine Fähigkeit besonders gut entwickelt werden. Diese Fragerichtung ist immer dann sinnvoll, wenn als „Gegenstand“ etwa eine Theorieeinsicht, ein methodisches Verfahren o.ä. formulierft wurde.

        Das kann und muss vom Schüler aus gedacht werden, aber auch von der Gesellschaft aus.
        Es bietet sich an, dieses in grober Anlehnung an die „didaktische Analyse“ von Klafki durchzuführen (nicht alle folgenden Punkte müssen als Überschriften erscheinen, aber die angesprochenen Punkte sollten geklärt werden):

        1. Gegenwartsbedeutung des *Gegenstandes*
          Inwiefern hat der gewählte/in Frage stehende Gegenstand in der gegenwärtigen Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler bereits eine Bedeutung? Wie kommt er dort vor?

          1. Von den „68ern“ hat wohl jeder ein Bild. In den Medien wird diese Chiffre immer wieder verwendet. Über die „68“er kursieren viele Mythen und Legenden. Eltern und Großeltern haben sich zu diesen Ereignissen und ihren Nach- und Umdeutungen verhalten müssen. …
          2. „68“ in den Medien (Presse, Dokus, Spielfilme)
          3. Allerdings Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland.

        2. Zukunftsbedeutung des Gegenstandes
          Welche Bedeutung wird der Gegenstand in Zukunft entfalten? In welcher Art und Weise wird er in Zukunft für die Schülerinnen bedeutsam werden

          1. Auch in Zukunft wird es für die politische Identität der Jugendlichen wichtig sein, sich zu den verschiedenen Deutungen und Wertungen von 1968 verhalten zu können. „’68“ bleibt – so scheint es — eine relevante Kategorie. Schülerinnen und Schüler müssen also lernen, was es mit diesen Chiffren (in ihrer Uneinheitlichkeit) auf sich hat, auf welchen Normen und Wertvorstellungen, Sach- und Werturteilen sie jeweils beruhen; sie müssen befähigt werden, diese Chiffren zu entschlüsseln und kritisch zu befragen.
          2. Ähnliche Reizthemen wird es immer wieder geben. Der Gegenstand weist also über sich hinaus auf die grundsätzliche Kontroversität von Geschichte in der Gesellschaft.

        3. Zugänglichkeit des Gegenstandes
          Wie und auf welche Weise ist der Gegenstand für die Schülerinnen und Schüler zugänglich?

          1. Eltern, Großeltern, Medien, …
          2. Populäre Bücher, Wissenschaft, …

        4. Exemplarische Bedeutung
          Was können und sollten die Schülerinnen an diesem Gegenstand über ihn hinaus an Wissen, Können, Einsichten erwerben? Inwiefern offenbart sich an ihm etwas Allgemeines und Grundsätzliches?

          1. Einsicht in die Kontroversität der Deutung von geschichtlichen (besonders zeit-)geschichtlichen Gegenständen, gerade auch wegen der Beteiligung damals Betroffener am Deutungsgeschäft;
          2. Kennenlernen von Strukturen und Verläufen (zeit-)historischer Kontroversen.
          3. Fähigkeit, bei historisch-politischen Darstellungen Sach- udn Werturteile zu unterscheiden und diese auf ihre Grundlagen hin zu analysieren (De-Konstruktion)
          4. ….

        5. Struktur des Gegenstandes

          1. Vielschichtigkeit der Ereignisse, Zusammentreffen verschiedener Ereignisse
          2. Ost- West-Unterschiede
          3. zeitgeschichtlicher Charakter, d.h. Vorprägung eines wesentlichen Teil der Deutungen durch Presse, Publizistik und Zeitzeugen, bevor Wissenschaft arcgivalische Quellen benutzen kann …

      5. Planungsentscheidungen
        Hier geht es dann darum, die in der Sach- und der Didaktischen Analyse herausgearbeiteten Eigenschaften in methodische Entscheidungen einfließen zu lassen. *Erst hier* sollte der konkrete Unterricht vorgestellt werden, also darum, welche konkreten Arbeitsschritte in welchen Sozialformen, mit welchemn Methoden und welchen Materialien vorgesehen werden. Sie sollten jeweils aus dem in der Sach- und didaktischen Analyse Herausgearbeiteten begründet werden.
        Das Folgende sollte
      6. nicht nach- und nebeneinander, sondern argumentativ verschränkt vorgestellt werden.
        1. Fragestellungen/Problemstellungen für den Unterricht
        2. Schrittfolgen / Sequenzierung / Artikulation
        3. Methoden und Sozialformen
        4. Materialien
      7. Schlussbemerkungen
      8. Materialienanhang
    1. Ich kommentiere Ihre Hausarbeiten zumeist handschriftlich unmittelbar beim Lesen. Meine Anmerkungen umfassen dabei sowohl Kritik als auch weiterführende Hinweise,
    2. Wenn ich mit der Kommentierung fertig bin, melde ich mich bei Ihnen (üblicherweise per E-Mail),
    3. Sie können dann die Hausarbeit mit meinen Kommentaren im Geschäftszimmer abholen und meine Kommentare studieren,
    4. Wenn sie die Kommentare studiert haben, melden Sie sich bei mir zu einer Sprechstunde an,
    5. Bringen Sie zu dieser Sprechstunde bitte folgendes mit:
    6. In der Sprechstunde soll dann die Arbeit und Ihre Fragen zu meinen Anmerkungen bespochen werden. Sollte ich in den Anmerkungen oder in der Benachrichtigung an Sie Dinge moniert haben, die Sie bereits korrigieren konnten (z.B. bei Formalia-Problemen), können Sie mir auch bereits eine korrigierte Fassung in der Sprechstunde vorlegen.
    7. Im positiven Falle stelle ich in dieser Sprechstunde den Schein aus.
    8. Sollte eine grundsätzlichere Überarbeitung der Arbeit notwendig sein, Ihre Überarbeitund eine eingehende Lektüre erfordern oder Sie vor Überarbeitung Rückfragen haben, werde ich mich nach der wiederholten Einreichung wieder bei Ihnen melden.
    • Fragen, deren Antwort Sie später in ihrer Arbeit geben, darunter
      1. Echte Teilfragen der Forschungsfrage
      2. Fragen nach der Bedeutung noch zu klärender Begriffe
    • Fragen, die Sie zunächst für sich selbst klären müssen, z.B.
      1. die Frage, wie Autor X (von dem Sie wissen, dass er dazu geschrieben hat), zum Argument Y steht
      2. Fragen zur Beschaffung von Literatur zu bestimmten Teilfragen
  1. Frage statt „Thema“
  2. Wissenschaft lebt weit vorwiegend von ihrer Fragestellung. Im Studium wird man nicht von Ihnen verlangen, dass Sie ein Thema abschließend behandeln, so dass sie den Erkenntnisstand „der“ Wissenschaft wesentlich erweitern. Aber eine reine Wiedergabe von in der Literatur vorfindlichen Aussagen erfüllt nicht einmal den Zweck, Sie in wissenschaftliches Arbeiten einzuüben.

    Sie sollten sich von Anfang an angewöhnen, ihre Arbeiten mit einer wirklichen Fragestellung zu beginnen — nicht nur einem Thema.
    Ein Thema ist nur dann gut, wenn es sich in eine Frage umformulieren lässt (und das sollten sie immer tun) (nach Beendigung der Arbeit können Sie dann immer noch einen Titel finden, der die Frageform wieder aufgibt).

    Legen Sie also viel Wert darauf, vor Beginn des Schreibens aus Ihrem Thema eine Frage zu machen!

  3. Fragen kleinarbeiten!
  4. Mit der einen Forschungsfrage ist es aber nicht getan. Es erleichtert die eigene Arbeit ungemein, wenn sie aus und zu dieser Fragestellung viele kleine Fragen machen. Dies können Fragen verschiendenster Art sein, z.B.:

    Solche Fragenkataloge helfen gut bei der eigenen Arbeitsplanung. Mann kann anhand ihrer z.B. Prioritäten setzen (was muss zuerst bzw. als nächstes getan werden?), aber man kann auch einzelne Aufgaben auf die Ebene von einfach zu erledigenden Aufgaben „hinunterdrücken“ und sie somit nebeneinander bearbeitbar machen.

    Wenn Sie nun noch ein System finden, die Fragen und ihre Antworten auch unterwegs (z.B. in der Uni) immer dabei zu haben und die Antworten so zu verzeichnen, dass Sie sie jeweils wiederfinden (z.B. durch ein Karteikastensystem), dann lassen sich einige Dinge wie Routineaufgaben auch zwischendurch klären.

    Also: Nehmen Sie sich die Zeit, Ihr Thema zunächst in Fragen umzuformulieren!

  5. Logischer Aufbau (Gliederung)
  6. Sehr wichtig für den Erfolg einer Arbeit ist auch der logische Aufbau — die Gliederung. Sie sollten Sie bei Zweifeln mit Ihrem Hochschullehrer besprechen!

    Es gibt (mindestens) zwei Arten, eine Arbeit aufzubauen, die sich in der Logik der Gedankenführung unterscheiden (nicht unbedingt im Verlauf des eigenen Forschungsprozesses, obwohl ihre Ausgangsposition Bedeutung für die Wahl der Gliederungsart hat).

    Wenn Ihre Arbeit ein Unterrichtsentwurf bzw. -konzept sein soll, gibt es noch ein paar andere Überlegungen, die Sie hier finden.

  7. Unterrichtsentwurf
  8. Für den HA-Typ „Unterrichtsentwurf“ gibt es einige zusätzliche Gesichtspunkte zu berücksichtigen (im Folgenden sind Beispiele gesperrt gedruckt):


  9. Rückgabe der Hausarbeiten und Scheinvergabe
  10. Für die Rückgabe, Besprechung und Scheinvergabe favorisiere ich zur Zeit folgendes Verfahren:


Distanzierung von verwiesenen Seiten;
zuletzt geändert: 23.10.2008; Dr. Andreas Körber

Weiteres:

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