Projektbericht

Kör­ber, Andreas (2017): „Erin­nerungskul­turen in Dar es Salaam und Ham­burg“. Ein interkul­turelles und postkolo­niales Lehrerbil­dung­spro­jekt mit Schul­prax­is und interkul­tureller Begeg­nung zum Gegen­stand Kolo­nia­lerin­nerun­gen. In Rein­er Lehberg­er (Ed.): Koop­er­a­tio­nen in der Lehrerbil­dung. Ein Pro­jekt im Rah­men der “Lehrer-Ini­tia­tive” des Stifter­ver­bands und der Heinz Nix­dorf Stiftung an der Uni­ver­sität Ham­burg. 1. Auflage. Norder­st­edt: Books on Demand, pp. 136–146.

Kör­ber, Andreas (2017): „Erin­nerungskul­turen in Dar es Salaam und Ham­burg“. Ein interkul­turelles und postkolo­niales Lehrerbil­dung­spro­jekt mit Schul­prax­is und interkul­tureller Begeg­nung zum Gegen­stand Kolo­nia­lerin­nerun­gen. In Rein­er Lehberg­er (Ed.): Koop­er­a­tio­nen in der Lehrerbil­dung. Ein Pro­jekt im Rah­men der “Lehrer-Ini­tia­tive” des Stifter­ver­bands und der Heinz Nix­dorf Stiftung an der Uni­ver­sität Ham­burg. 1. Auflage. Norder­st­edt: Books on Demand, pp. 136–146.

Erinnerungspolitik in Hamburg: Wiederherstellung des einen und Vernichtung des anderen?

Kör­ber, Andreas (3.1.2014): “Erin­nerungspoli­tik in Ham­burg: Wieder­her­stel­lung des einen und Ver­nich­tung des anderen?”

Gestern (2.1.2014) bzw. heute (3.1.2014) find­en sich sich in der Ham­burg­er Presse zwei Mel­dun­gen über erin­nerungspoli­tis­che Inti­ta­tiv­en und begin­nende Kon­tro­ver­sen darum:

  1. Die taz nord berichtet gestern unter der Über­schrift “Der Geist der Kaiserzeit” über eine erneute Ini­tia­tive des Leit­ers des Alton­aer Stadt­teilarchivs, ein 1970 zugeschüt­tetes Mosaik mit Korn­blu­men unter dem Kaiser-Wil­helm-Denkmal vor dem Alton­aer Rathaus wieder frei­le­gen und restau­ri­eren zu lassen. In dem Bericht wird her­vorge­hoben, dass diese Blu­men die Lieblings­blu­men des Kaisers gewe­sen seien, und dass diese Blume — aus der Tra­di­tion der “blauen Blume ” der deutschen Roman­tik kom­mend — später gar Kennze­ichen ein­er (allerd­ings nicht mit Ham­burg ver­bun­de­nen) SS-Divi­sion wurde.
  2. Die Berge­dor­fer Zeitung berichtet heute unter der Über­schrift “Sollen umstrit­tene Stat­uen eingeschmolzen wer­den?” über eine Ini­ti­taive, die in der Berge­dor­fer Stern­warte ein­ge­lagerten ehe­ma­li­gen Kolo­nialdenkmäler einzuschmelzen und zitiert den Protest von u.a. HM Joki­nen (u.a. afrika-hamburg.de) und dem Net­zw­erk “Ham­burg Postkolo­nial” dage­gen.

Noch liegen mir zu bei­den Fällen keine konkreten weit­eren Infor­ma­tio­nen vor. Bei­de Fälle sind aber dur­chaus geeignet, im Rah­men ein­er Didak­tik der Erin­nerungskul­tur und ‑poli­tik the­ma­tisiert zu wer­den. In der Dop­pelung von Wieder­her­stel­lung / Ver­nich­tung wer­fen diese Fälle näm­lich ger­ade in ihrer Kom­bi­na­tion inter­es­sante Fra­gen und The­sen auf:

  • Die Wieder­her­stel­lung oder auch nur Pflege eines Denkmals wirft die berechtigte Frage danach auf, ob damit der “Geist” und die Deu­tung der ursprünglichen Denkmalset­zer erneut bekräftigt wer­den soll oder auch nur die Gefahr beste­ht, dass es so ver­standen wird und wirkt.
  • Kann/soll/muss dem­nach in der Demokratie und unter Bedin­gun­gen sich gewan­del­ten und sich weit­er (hof­fentlich in zus­tim­mungs­fähiger Rich­tung) wan­del­nden poli­tis­chen und moralis­chen Werten der Denkmals­be­stand ständig kri­tisch durch­forstet und über­ar­beit­et wer­den?
    • Ist dafür das Ver­steck­en und/oder die Ver­nich­tung solch unlieb­samer, unbe­que­mer Denkmäler geeignet — oder bzw. inwieweit ist sie Aus­druck ein­er Erin­nerungskul­tur und ‑poli­tik, die mehr das Unlieb­same ver­drängt statt dur­char­beit­et?
    • Inwiefern bedeutet dieses Ver­nicht­en und Ver­drän­gen somit auch ein Unter­drück­en unlieb­samer Anfra­gen an die Tra­di­tio­nen des eige­nen Denkens und Han­delns?
    • Welche Alter­na­tive gibt es zu den bei­den Polen “Ren­ovieren” und “Ver­nicht­en”?
  • Wie kann eine Erin­nerungskul­tur ausse­hen, welche wed­er in der ein­fachen Bekräf­ti­gung ver­gan­gener, überk­om­mender oder gar über­holter und eigentlich über­wun­den­er poli­tis­ch­er Aus­sagen noch in ihrer ein­fachen Ver­drän­gung noch zum Mit­tel der damna­tio memo­ri­ae greift?
  • Sind Gegen­denkmale, wie sie zumin­d­est für viele Kriegerdenkmäler ja inzwis­chen dur­chaus nicht sel­ten sind, dafür geeignet?
  • Gibt es weit­ere For­men, welche weniger in der Über­prä­gung eines beste­hen­den Denkmals mit ein­er neuen Aus­sage beste­hen als in der Förderung ein­er reflex­iv­en und kon­tro­ver­sen Diskus­sion?

Bei alle­dem sollte jedoch klar sein, dass die Ver­nich­tung solche reflex­iv­en For­men erin­nerungspoli­tis­ch­er Aktiv­itäten und zuge­höriger Lern­for­men ver­hin­dern würde. Sie schei­den somit aus mein­er Sicht aus. Insofern ist den Protesten gegen etwaige solche Pläne zuzus­tim­men.
Auch die ein­fache Wieder­her­stel­lung des Alton­aer Mosaiks würde aber wohl eben­so mehr Prob­leme aufw­er­fen. Ihre Ver­hin­derung löst das Prob­lems eben­falls nicht. Hier wären also andere Lösun­gen zu suchen.

Vortrag in Legon (Ghana)

Kör­ber, Andreas (5. 3. 2013): “Mod­ern­iz­ing His­to­ry Teach­ing in Ger­many and beyond? Or: What His­to­ry Teach­ing was, is, and could be in a frame­work of new chal­lenges – a Ger­man Per­spec­tive.” Lec­ture at the His­tor­i­cal Insti­tute of the Uni­ver­si­ty of Ghana at Legon (Ghana) on March 5th, 2013.

Kör­ber, Andreas (5. 3. 2013): “Mod­ern­iz­ing His­to­ry Teach­ing in Ger­many and beyond? Or: What His­to­ry Teach­ing was, is, and could be in a frame­work of new chal­lenges – a Ger­man Per­spec­tive.” Lec­ture at the His­tor­i­cal Insti­tute of the Uni­ver­si­ty of Ghana at Legon (Ghana) on March 5th, 2013.

Internationale Konferenz zur Erinnerungskultur in Ghana und Deutschland im Vergleich

Kör­ber, Andreas (20.9.2012): “His­tor­i­cal Remem­ber­ing and Learn­ing at Memo­ri­als in Ger­many” and a Cam­pus-Tour on “Decen­tral­ized Remem­ber­ing of the Crimes of Nation­al Social­ism”. Vor­trag auf der Tagung “Struc­tures and Process­es of Com­mem­o­rat­ing Cru­el­ties in Acad­eme and His­to­ry Teach­ing: The com­mem­o­ra­tion of the Transat­lantic Slave Trade and of the Nation­al Social­ist Crimes in Com­par­i­son” vom 20. bis 24. Sep­tem­ber 2012 in Ham­burg

 

Vom 20. bis 24. Sep­tem­ber 2012 fand in Ham­burg die vom Arbeits­bere­ich Geschichts­di­dak­tik der Uni­ver­sität Ham­burg gemein­same mit dem Stu­dien­zen­trum der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und der Mis­sion­sakademie an der Uni­ver­sität Ham­burg ver­anstal­tete inter­na­tionale Kon­ferenz “Struc­tures and Process­es of Com­mem­o­rat­ing Cru­el­ties in Acad­eme and His­to­ry Teach­ing: The com­mem­o­ra­tion of the Transat­lantic Slave Trade and of the Nation­al Social­ist Crimes in Com­par­i­son” statt.

Die Kon­ferenz hat­te zum Ziel, Struk­turen und For­men des öffentlichen Erin­nerns in Deutsch­land an die nation­al­sozial­is­tis­chen Ver­brechen in Deutsch­land und Europa und diejeni­gen der öffentlichen Präsen­ta­tion der Geschichte des Transat­lantis­chen Sklaven­han­dels (wie auch der ein­heimis­chen Sklaverei) in Ghana sowie die gegen­wär­tige Rolle dieser The­men in schulis­chem und uni­ver­sitärem Geschicht­sler­nen zu ver­gle­ichen und auf die didak­tis­chen Poten­tiale ger­ade auch des Ver­gle­ichs hin auszu­loten. Dabei wurde auch die Bedeu­tung von Reli­gion und religiösem Denken sowohl für die Sklaverei, den Sklaven­han­del und ihre Über­win­dung als auch für his­torisches Denken und Erin­nern sowie Ler­nen an diesem Gegen­stand the­ma­tisiert.

Die The­matik der Tagung entsprach ein­er gemein­samen Idee von Prof. Dr. Kofi Dark­wah von der Uni­ver­si­ty od Edu­ca­tion in Win­ne­ba/Ghana und Prof. Dr. Andreas Kör­ber. Sie wurde in enger Zusam­me­nar­beit mit Kol­legin­nen und Kol­le­gen mehrerer Uni­ver­sitäten in Ghana von Jan Bre­it­en­stein, Dok­torand der Geschichts­di­dak­tik an der Uni­ver­sität Ham­burg, vor­bere­it­et und organ­isiert.

Ref­er­enten der Tagung waren:

  • Dr. Kofi Baku (Uni­ver­si­ty of Ghana, Legon; Head of His­to­ry Depart­ment): “Mem­o­ry and Memo­ri­al­is­ing Slav­ery and Slave Trade in Ghana: Whose mem­o­ry, Which memo­ri­als and for What Pur­pose?”
  • Prof. Dr. Andreas Kör­ber (Ham­burg Uni­ver­si­ty):  “His­tor­i­cal Remem­ber­ing and Learn­ing at Memo­ri­als in Ger­many” and a Cam­pus-Tour on “Decen­tral­ized Remem­ber­ing of the Crimes of Nation­al Social­ism”
  • Prof. Dr. Eliz­a­beth Amoah (Uni­ver­si­ty of Ghana, Legon;): “Reli­gion and Slav­ery in Ghana”
  • Prof. Dr. Wern­er Kahl (Acad­e­my of Mis­sion, Ham­burg): “The­ol­o­gy after Auschwitz: Where is god? — Expe­ri­ences and reflec­tions of African migrant pas­tors in Neuengamme.”
  • Dr. Ako­sua Per­bi (Uni­ver­si­ty of Ghana, Legon;): “Slav­ery in Ghana: The Unfor­got­ten Past”
  • Ulrike Jensen and Mar­co Küh­n­ert (Neuengamme Con­cen­tra­tion Camp Memo­r­i­al): Guid­ed Tour
  • Dr. Oliv­er von Wrochem (Neuengamme Con­cen­tra­tion Camp Memo­r­i­al Strudy cen­tre): “Neuengamme as a Memo­r­i­al and Place for His­tor­i­cal Learn­ing”
  • Nicholas Ivor (Head of the Ghana Muse­ums and Mon­u­ments Boards (GMMB) for the Cen­tral and West­ern Regions): “Cape Coast Cas­tle as a Memo­r­i­al and Place for His­tor­i­cal Learn­ing”
  • HMJoki­nen (Ham­burg): “Wands­bek World White Revis­it­ed” (com­mem­o­ra­tive per­for­mance)
  • Prof. Dr. Klaus Weber (Europa-Uni­ver­sität Viad­ri­na, Frankfurt/Oder): “There were many Schim­mel­manns: Hamburg’s and Cen­tral Europe’s Links with the Atlantic Slave Trade and Plan­ta­tion Economies, 16th to the 19th Cen­turies”
  • Jan Bre­it­en­stein (Ham­burg Uni­ver­si­ty): “Per­for­ma­tive Com­mem­o­rat­ing and Flu­idRemem­ber­ing of the Transat­lantic Slave Trade: Impulse or Frame­work for (process-ori­ent­ed) His­tor­i­cal Learn­ing?”
  • Dr. Yaw Ofusu-Kusi (Uni­ver­si­ty of Edu­ca­tion, Win­ne­ba/Ghana): “Vio­la­tions of Child­hood through Enslave­ment of Chil­dren in West Africa: Past, Present and the Future.”
  • Prof. Dr. (em.) Bodo von Bor­ries (Uni­ver­sität Ham­burg): „Transat­lantic Slave Trade“ and „German/ Euro­pean Holo­caust“ as Mas­ter Nar­ra­tives – Edu­ca­tion in between Com­mem­o­ra­tion of Geno­cides and Neces­si­ty of Human Rights.”
  • Dr. Felix Duo­du (Uni­ver­si­ty of Edu­ca­tion, Win­ne­ba/Ghana): “The rel­e­vance of soci­etal diver­si­ty for Inter eth­nic (his­to­ry) Teach­ing in Ghana.”
  • Dr. Clau­dia Lenz (The Euro­pean Werge­land Cen­tre, Oslo/Norway): “Com­pe­tence ori­ent­ed his­tor­i­cal learn­ing as inter­cul­tur­al learn­ing – expe­ri­ences from the TeacMem project.”
  • Joke van der Leeuw-Roord (Euro­clio, The Hague): “Chang­ing His­tor­i­cal Learn­ing in Schools and its impli­ca­tions for Teach­ing about Slav­ery and Nation­al Social­ism”
  • Emmanuel Koom­son (African Chris­t­ian Mis­sion A.C.M. Junior High School, Winneba/Ghana): “Slave Trade and its Com­mem­o­ra­tion as a Top­ic for His­tor­i­cal Learn­ing in Ghana.”
  • Hilde­gard Wack­er (Gym­na­si­um Cor­veystraße, Ham­burg and Ham­burg Uni­ver­si­ty): “Nation­al Social­ism and its Com­mem­o­ra­tion as a Top­ic for His­tor­i­cal Learn­ing in Ger­many.”

 

Gastvortrag am 25.11.2010: Prof. Dr. RH Kofi Darkwah (Winneba/Ghana): „Human Rights and Historical Learning“ — a postcolonial perspective in a globalized world”

„Her­aus­forderun­gen an die Geschichts­di­dak­tik“:
Gastvor­trag
von

Her­rn Prof. Dr. Kofi Dark­wah

His­to­ri­an at the Uni­ver­si­ty of Edu­ca­tion, Win­ne­ba (Ghana)

„Human Rights and His­tor­i­cal Learn­ing“
— a post­colo­nial per­spec­tive in a glob­al­ized world -

(in englis­ch­er Sprache)

Do 25. Novem­ber 2010
18.00 Uhr

im
Völk­erkun­de­mu­se­um Ham­burg

PIASTA Völkerkundemuseum

Afrika — (k)ein Thema im hiesigen Geschichtsunterricht?

“Afri­ka — (k)ein The­ma im hiesi­gen Geschicht­sun­ter­richt?” ist eine Ver­anstal­tung über­schrieben, die der AB Geschichts­di­dak­tik in Zusam­me­nar­beit mit der Hein­rich-Boell-Stiftung (“umdenken”) am 25. Juni durch­führt.

Das Podi­um wird sich der Frage wid­men, welchen Stel­len­wert “Afri­ka” im Geschicht­sun­ter­richt hiesiger (Deutsch­er, Ham­burg­er) Schulen zum einen tra­di­tionell ein­nimmt und ein­nehmen kann und sollte. Dabei geht es nicht allein (und nicht ein­mal primär) um quan­ti­ta­tive Aspek­te, nicht um die Reklamierung des dem Kon­ti­nent “gebühren­den” Anteils, son­dern vor allem auch um die Frage, in welch­er Form und mit welchem Ziel “afrikanis­che Geschichte” the­ma­tisiert wer­den kann und soll.

Den Fly­er zur Ver­anstal­tun­gen find­en Sie hier:

27.11.2009: Gastvortrag von Prof. Dr. Bea Lundt (Flensburg)


Liebe Kommiliton(inn)en,

am 27.11. startet der Arbeits­bere­ich Geschichts­di­dak­tik eine neue Rei­he mit Gastvorträ­gen. Den Anfang macht Frau Prof. Dr. Bea Lundt von der Uni­ver­sität Flens­burg:

A.Körber

Gastvor­trag von Frau Prof. Dr. Bea Lundt:

Das Afrikanis­che Mit­te­lal­ter als Her­aus­forderung für die Geschichts­di­dak­tik.


beafrika_1Afri­ka im Mit­te­lal­ter? Bei dem Begriff “Mit­te­lal­ter” tauchen cbeafrika_1hristliche Dome vor unseren inneren Augen auf, Rit­ter in glänzen­den Rüs­tun­gen, städtis­che Handw­erk­er, aber auch arme und unwis­sende Bauern in ihren unzivil­isierten Dör­fern. Ger­ade erst erschienen sind Unter­richts-mate­ri­alien, die auch weit­er­hin “das Reich” und seine Kaiser als Vor­form Deutsch­lands präsen­tieren; noch immer einge­set­zt wird eine drei­gliedrige Lehn­spyra­mide zur Kennze­ich­nung ein­er sta­tis­chen sozialen Ord­nung, die ange­blich die Vor­mod­erne kenn-zeich­nete. Dabei zeigt uns die Forschung seit eini­gen Jahren eine dif­feren­zierte, mul­tire­ligiöse und mul­ti­kul­turelle Epoche von hoher Mobil­ität in einem weit über Europa hin­aus­re­ichen­den Raum. Am Ende der Karawa­nen­straßen durch die Sahara befan­den sich große Städte und Reiche. Zur Zeit wer­den in dem mit­te­lal­ter­lichen Gelehrten­zen­trum Tim­buk­tu zahlre­iche ara­bis­che Hand­schriften gesichert, die von Reich­tum und Wis­sen ein­er islamis­chen Schriftkul­tur des Mit­te­lal­ters zeu­gen. In Afri­ka ist man sich dieser Tra­di­tion bewusst und pflegt sie. Doch in die mit­teleu­ropäis­chen Geschichts­bilder sind solche Erken­nt­nisse noch nicht eingear­beit­et. Wir wer­den “unser” Mit­te­lal­ter teilen müssen…

Frau Prof. Dr. Bea Lundt ist Pro­fes­sorin für mit­te­lal­ter­liche Geschichte und für die Didak­tik der Geschichte an der Uni­ver­sität Flens­burg, eben­so nimmt sie Lehraufträge und Assozi­ierun­gen an der Hum­boldt-Uni­ver­sität zu Berlin wahr.

Datum: 27. Novem­ber 2009

Uhrzeit: 18.00 Uhr

Ort: Anna- Siem­sen- Hör­saal

(Von- Melle- Park 8 )