Die Hamburger Geschichtsdidaktik gestaltet Chancen

Vom 19. bis zum 20. Februar fand an der Technischen Universität Dortmund unter dem Titel „CHANcen GEstalten. Inklusionsorientierung in der Lehrerbildung als Impuls für Entwicklungsprozesse in Hochschulen“ der diesjährige Programmworkshop der verschiedenen Projekte der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ statt. Im Zuge dessen waren auch Geschichtsdidaktiker der Universität Hamburg als Vertreter für das Projekt ProfaLe (Handlungsfeld 3: Inklusion) eingeladen worden, gemeinsam mit Dortmunder Kollegen vom dortigen Projekt „DoProfil“ den Workshop „Universal Design for Learning – Ausgewählte Beispiele zur Arbeit mit dem UDL-Konzept im Lehramtsstudiengang oder in den Lehrveranstaltungen“ zu gestalten.
Professor Dr. Andreas Körber und Dr. Heike Bormuth starteten ihren Beitrag „Scaffolds im inklusiven Geschichtsunterricht“ mit einer Einführung in die Ebenen und Inhalte des Begriffs der ‚Inklusiven Gesellschaft‘ sowie der Darstellung der Rückbindung und Ansprüche dieser Gesellschaft an ‚Geschichtskultur‘ und ‚Geschichtslernen‘. Als Ausgangspunkt, um eine der zentralen Forderungen nach einer anerkennenden, gleichberechtigten, sinnbildenden persönlichen und thematischen Teilhabe aller an Geschichte umzusetzen, rückten in der Folge die Aufgabenkultur und insbesondere die historischen Lernaufgaben in den Blick. Seit geraumer Zeit werden in diesem Bereich immer deutlicher die sogenannten Scaffolds – sowohl in unterstützender als auch herausfordernder Weise –als Grundlage der Ermöglichung der Arbeit an einem gemeinsamen historischen Gegenstand oder Problem und des Prozesses geschichtlichen Denkens wahrgenommen. Die Vorstellung einer möglichen Strukturierungsweise für solche Scaffolds bildete als eine spezifische Form der Umsetzung sodann den inhaltlichen Anschluss zum UDL-Prinzip.
Den Kern des Workshops bildete die Vorstellung eines Werkzeugs zur zweiseitigen Diagnostik, welches derzeit an der Universität entwickelt wird. Um in einer sinnvollen Weise wirksam zu sein, müssen Scaffolds grundsätzlich der Aufgabensituation und dem konkret vorhandenen Bedarf der Lernenden entsprechen, sie dürfen dabei jedoch nie durch eine stigmatisierende Zuweisung separierend wirkend. Um nun der Herausforderung, den Bedarf in einer Lerngruppe zu erfassen ohne eine differenzierende Zuschreibungen vorzunehmen, gerecht zu werden, wurden für das Diagnose-Werkzeug eine Reihe von 27 fachdidaktischen und allgemein sowie förderpädagogischen Kriterien entwickelt. Diese werden parallel sowohl an die Lernaufgaben angelegt, wo sie die Anforderungen und Herausforderungen an die Lernenden sichtbar machen, als auch an die Gesamtheit der Lerngruppe, in der sie für diese jeweiligen Kriterien – anstatt für einzelne Lernende – die geringste, gängigste und stärkste vorhandene Ausprägung der Fähigkeiten und Fertigkeiten darlegen. Die Korrelation der beiden Messungen zeigt im Anschluss auf, an welcher konkreten Stelle herausfordernde oder unterstützende Scaffolds vorzubereiten sind und welche Funktionen sie haben sollten. Körber und Bormuth verdeutlichten die Funktionsweise des Werkzeuges nochmals genauer, anhand zweier Aufgabenbeispiele zu den Themen Kolonialbeziehungen zwischen Portugal und China sowie Kinderarbeit in der industriellen Revolution.
Es folgte eine abschließende und fruchtbare Diskussion aller Workshop-Beiträge, in welcher das Hamburger Werkzeug positiven Wiederhall fand und in der insbesondere die Diagnostik als Chance unter der vorgestellten Herangehensweise hervorgehoben wurde.

Heike Bormuth, Andreas Körber

Weblinks:
http://www.doprofil.tu-dortmund.de/cms/de/Projekt/aktuelles/Programmworkshop2/index.html
http://www.doprofil.tu-dortmund.de/cms/de/DoProfiL/
https://www.profale.uni-hamburg.de/handlungsfelder/hf3.html

Informationsmaterial für Lehrkräfte

Bormuth, Heike; Körber, Andreas (2018): Lehrerposter_Inklusiver_Geschichtsunterricht_HB_01.03.2018

Inklusion ist bereits seit längerem kein alleiniges Thema der Sonderpädagogik mehr. Die Studierenden aller Lehrämter der Universität Hamburg werden nicht nur im Fach Geschichte, sondern im Rahmen verschiedener Seminarkonzepte mit dem Thema Inklusion und deren Bedeutung für den Unterricht vertraut gemacht. Sie werden darauf vorbereitet, in ihrem unterrichtlichen Handeln auf die sich stetig verändernden gesellschaftlichen Bedingungen und die wachsende Diversität kompetent zu reagieren.

Speziell die Geschichtsdidaktik hat es sich darüber hinaus zur Aufgabe gemacht, auch den bestehenden Lehrkörper in diesen Prozess einzubinden. Regelmäßig werden Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer im Rahmen der Begleitveranstaltung zum Kernpraktikum I angeboten und zwischenzeitlich wurde auch ein erstes Informationsmaterial entwickelt, das die Prinzipien des inklusiven Geschichtsunterrichts auch Lehkräften vorstellen soll, die nicht als Mentorinnen und Mentoren am Kernpraktikum beteiligt sind.

Das Informationsmaterial in Form eines Poster kann hier eingesehen werden.

Lehrerposter_Inklusiver_Geschichtsunterricht_HB_01.03.2018

Ein Alternativtext zum Poster kann über den folgenden Link ebenfalls abgerufen werden.

Alternativtext_Lehrerposter_Inklusiver_Geschichtsunterricht_HB_27.02.2018

Weitere Informationen zum Thema Inklusion und Professionalisierung in der Lehrer_innenbildung finden Sie auf der Internetpräsenz der Projekts Profale (https://www.profale.uni-hamburg.de/handlungsfelder/hf3.html). Dort können Sie die neben der Geschichtsdidaktik beteiligten universitären Fächer sowie die Möglichkeiten zur Teilnahme an den Maßnahmen des Handlungsfeldes einsehen. Eine weitere Anlaufstelle für Fragen zur Beteiligung bildet darüber hinaus noch das Hamburger Zentrum für Lehrerbildung.

Präsentation im UDL-Workshop

Bormuth, Heike; Körber, Andreas (20.2.2018): „Scaffolds im Inklusiven Geschichtslernen“. Präsentation im Workshop „Universal Design for Learning ‐ Ausgewählte Beispiele zur Arbeit mit dem UDL-Konzept im Lehramtsstudiengang oder in den Lehrveranstaltungen“ der Tagung „Programmworkshop – CHAncen GEstalten – Inklusionsorientierung in der Lehrerbildung als Impuls für Entwicklungsprozess in Hochschulen“ an der TU Dortmund.

Bormuth, Heike; Körber, Andreas (20.2.2018): „Scaffolds im Inklusiven Geschichtslernen“. Präsentation im Workshop „Universal Design for Learning ‐ Ausgewählte Beispiele zur Arbeit mit dem UDL-Konzept im Lehramtsstudiengang oder in den Lehrveranstaltungen“ der Tagung „Programmworkshop – CHAncen GEstalten – Inklusionsorientierung in der Lehrerbildung als Impuls für Entwicklungsprozess in Hochschulen“ an der TU Dortmund.

Vgl. auch: http://www.doprofil.tu-dortmund.de/cms/de/Projekt/aktuelles/Programmworkshop2/index.html

Zeitschrift für Geschichtsdidaktik 2018 „Fakten und Fiktionen“: Noch Raum für Rezensionen gegeben!

[English below]

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

zunächst allen ein frohes neues Jahr 2018!

Auf das Call for Papers für das von mir betreute kommende Heft der Zeitschrift für Geschichtsdidaktik (2018) sind bislang nur wenige Angebote für Rezensionen eingegangen. Das bedeutet, dass noch gut „Platz“ ist für Rezensionen.

Ich habe daher die mir leider erst spät zugegangenen Listen an Rezensionsvorschlägen, die den Vorstand der KGD erreicht haben, in einer DOODLE-ähnlichen Umfrage angelegt und bitte Sie alle, ein etwaiges Interesse zur Übernahme einer Rezension (5000 Zeichen incl. Leerzeichen) dort bis zum 20. Januar zu bekunden.

Ich werde die Rezensionen dann umgehend nach Ablauf dieser Frist erbitten. Leider haben weder der Vorstand noch ich Rezensionsexemplare der vorgeschlagenen Bände. Diese müssten daher von den Rezensenten selbst bei den Verlagen erbeten werden, wozu meine dann per E-Mail ergangene Rezensionsbitte natürlich beigefügt werden kann.

Die Rezensionen sollten dann Mitte Februar bei mir eingehen (bitte in Word oder Open/Libre Office-Format).

Sie erreichen die Interessenabfrage unter folgender Adresse:

http://www.moreganize.ch/byyx8KLb0ar

Bitte beachten Sie folgendes:

Sie werden dort gebeten, Ihre E-Mail-Adresse anzugeben. Sollte diese Ihren Namen nicht deutlich erkennbar enthalten, bitte ich, diesen per Kommentar zu ergänzen.
Sie können auch mehrere Vorschläge anmerken.
Sie werden die anderen Interessenten nicht identifizieren und von diesen nicht identifiziert werden können.

Mit Gruß,

Andreas Körber

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Dear Colleagues,

first of all: a happy new year 2018!

The Call for Papers for the upcoming issue of the Zeitschrift für Geschichtsdidaktik (ZfGD) (2018), which I am in charge of, has so far received only a few offers for reviews. This means that there is still plenty of room for reviews.

I have therefore compiled the lists of review proposals that unfortunately arrived late at the KGD board of directors in a DOODLE-like survey and ask you all to express an interest in accepting a review (5000 characters incl. blanks) there by 20 January.

I will request the reviews immediately after this deadline. Unfortunately, neither the Board of Directors nor I have any review copies of the proposed volumes. These would therefore have to be requested by the reviewers themselves from the publishers, to which my review request sent by e-mail can of course be attached.

The reviews should reach me in mid-February (please send them in Word or Open/Libre Office format).

You can reach the call for Reviews at the following address:

http://www.moreganize.ch/byyx8KLb0ar

Please note the following:

You will be asked to enter your e-mail address. If this should not contain your name clearly recognizable, I ask you to add a comment.
You can also note several suggestions.
They will not be able to identify the other interested parties and will not be able to be identified by them.

With greeting,

Andreas Körber

Projektbericht

Körber, Andreas (2017): „Erinnerungskulturen in Dar es Salaam und Hamburg“. Ein interkulturelles und postkoloniales Lehrerbildungsprojekt mit Schulpraxis und interkultureller Begegnung zum Gegenstand Kolonialerinnerungen. In Reiner Lehberger (Ed.): Kooperationen in der Lehrerbildung. Ein Projekt im Rahmen der „Lehrer-Initiative“ des Stifterverbands und der Heinz Nixdorf Stiftung an der Universität Hamburg. 1. Auflage. Norderstedt: Books on Demand, pp. 136–146.

Körber, Andreas (2017): „Erinnerungskulturen in Dar es Salaam und Hamburg“. Ein interkulturelles und postkoloniales Lehrerbildungsprojekt mit Schulpraxis und interkultureller Begegnung zum Gegenstand Kolonialerinnerungen. In Reiner Lehberger (Ed.): Kooperationen in der Lehrerbildung. Ein Projekt im Rahmen der „Lehrer-Initiative“ des Stifterverbands und der Heinz Nixdorf Stiftung an der Universität Hamburg. 1. Auflage. Norderstedt: Books on Demand, pp. 136–146.

Keynote Vortrag von Andreas Körber auf der Tagung «Kompetent machen für ein Leben in, mit und durch Geschichte»

Körber, Andreas: “ Kompetenzen historischen Denkens revisited.“ Keynote-Vortrag auf der Tagung «Kompetent machen für ein Leben in, mit und durch Geschichte» am 16. November 2017 in Eichstätt. https://www.gdt-eichstaett.de/wp-content/uploads/2017/12/K%C3%B6rber_Keynote_2017.12.05..pdf

Am 16. November 2017 hat Andreas Körber einen Keynote-Vortrag auf der Tagung «Kompetent machen für ein Leben in, mit und durch Geschichte» in Eichstätt gehalten mit dem Titel “Kompetenzen historischen Denkens revisited“.  Andreas Körber bei der Keynote in Eichstätt

https://www.gdt-eichstaett.de/wp-content/uploads/2017/12/K%C3%B6rber_Keynote_2017.12.05..pdf

[flipbook pdf=“https://www.gdt-eichstaett.de/wp-content/uploads/2017/12/K%C3%B6rber_Keynote_2017.12.05..pdf“]

Hier noch ein paar Eindrücke:

Ausschreibung: Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) zur Promotion gem. § 28,1 HmbHG zum 1.9.2017

https://www.uni-hamburg.de/uhh/stellenangebote/wissenschaftliches-personal/fakultaet-erziehungswissenschaft/05-07-17-265.pdf

Fakultät/Fachbereich: Erziehungswissenschaft / Fachbereich 5
Seminar/Institut: Arbeitsbereich Geschichtsdidaktik

Ab dem 01.09.2017 ist die Stelle einer/eines wissenschaftlichen Mitarbeiterin/Mitarbeiters gemäß § 28 Abs. 1 HmbHG* zu besetzen.
Die Vergütung erfolgt nach der Entgeltgruppe 13 TV-L. Die wöchentliche Arbeitszeit entspricht 50% der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit.**
Die Befristung des Vertrages erfolgt auf der Grundlage von § 2 Wissenschaftszeitvertragsgesetz.
Die Befristung ist vorgesehen für die Dauer von zunächst drei Jahren.
Die Universität strebt die Erhöhung des Anteils von Frauen am wissenschaftlichen Personal an und fordert deshalb qualifizierte Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Frauen werden im Sinne des Hamburgischen Gleichstellungsgesetzes bei gleichwertiger Qualifikation vorrangig berücksichtigt.
Aufgaben:
Zu den Aufgaben einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin/eines wissenschaftlichen Mitarbeiters gehören wissenschaftliche Dienstleistungen vorrangig in der Forschung und der Lehre. Es besteht Gelegenheit zur wissenschaftlichen Weiterbildung, insbesondere zur Anfertigung einer Dissertation; hierfür steht mindestens ein Drittel der jeweiligen Arbeitszeit zur Verfügung.

 

Aufgabengebiet:

Unterstützung bei der Planung, Organisation und Durchführung von Forschung und Lehre im
Bereich der sprachlichen Dimension historischen Denkens und Lernens – insbesondere unter
Bedingungen von Heterogenität.
Dienstleistungen in der Vorbereitung und Durchführung geschichtsdidaktischer Lehre; Lehre
im Bereich des eigenen Promotionsprojektes (2 LVS).
Beteiligung am Forschungskolloquium des Arbeitsbereichs Geschichtsdidaktik..

Einstellungsvoraussetzungen:

Abschluss eines den Aufgaben entsprechenden Hochschulstudiums. Mit mindestens „gut“ abgeschlossenes
Erstes Staatsexamen bzw. Master of Education für ein Lehramt mit dem Unterrichtsfach
Geschichte; ersatzweise eines fachwissenschaftlichen Abschlusses (Magister Artium;
Master of Arts) incl. eines Bachelor-Abschlusses in einem Lehramt
Nachgewiesene vertiefte Kenntnisse in geschichtsdidaktischer Theorie und Forschung, besonders
in der Kompetenzforschung,
Sprachkenntnisse: Englisch in Wort und Schrift,
Erwünscht sind
1. eine Schwerpunktsetzung und Forschungsinteressen im „Sprache und historisches
Denken und Lernen“
* Hamburgisches Hochschulgesetz
** Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt derzeit 39 Stunden
2. Fähigkeiten in der Anwendung qualitativer und/oder quantitativer Forschungsmethoden
und in der Anwendung entsprechender Auswertungssoftware (SPSS, MaQDA).

Schwerbehinderte haben Vorrang vor gesetzlich nicht bevorrechtigten Bewerberinnen/
Bewerbern bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung.
Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Andreas Körber.
Bitte senden Sie Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen (Bewerbungsschreiben, tabellarischer
Lebenslauf, Hochschulabschluss) bis zum 5.7.2017 an: Prof. Dr. Andreas Körber.
Universität Hamburg; Fachbereich 5; Von-Melle-Park 8; D-20146 Hamburg.
* Hamburgisches Hochschulgesetz
** Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt derzeit 39 Stunden

ANMELDUNG VERLÄNGERT BIS 28.2.2017: Zusätzliches Lehrangebot im SoSe 2017: Seminar mit Exkursion nach USA/Polen

Liebe Kommiliton(inn)en,
nach der ersten Anmelderunde sind noch Plätze frei – insbesondere für den Teil zu Grundwald/Tannenberg mit der Exkursion nach Polen!
Neue Anmeldefrist: 28. Februar 2017!
Anmeldungen bitte zur Sicherheit per Mail AUCH AN MICH: andreas.koerber@uni-hamburg.de
Gruß

 

Das Seminar ist für Lehramtsstudierende ein Fachdidaktik M.Ed.-Seminar „Weiterführung der Fachdidaktik Geschichte“ (Modul 001k). Es ist für Studierende im B.A./B.Sc.-Lehramt Geschichte mit abgeschlossener Modulprüfung zugänglich und kann später im M.Ed.-Studium angerechnet werden

Gastvortrag in Paderborn

Körber, Andreas (6.12.2016): „Historisches Lernen: Versuch einer Bestimmung unterschiedlicher Grundkonzepte und Konsequenzen für Wissenschaft, Schule und Lehrerbildung.“ Gastvortrag am Historischen Institut der Universität Paderborn.

Am 6. Dezember 2016 hält Andreas Körber einen Gastvortrag am Historischen Institut der Universität Paderborn zum Thema „Historisches Lernen: Versuch einer Bestimmung unterschiedlicher Grundkonzepte und Konsequenzen für Wissenschaft, Schule und Lehrerbildung“

Interessanter Gastvortrag von Steven Stegers (EUROCLIO) zu demokratischen Formen des Unterrichtens, Diagnostizierens und Prüfens im Fach Geschichte

Am 1. Juli hatte der Arbeitsbereich Geschichtsdidaktik den Programmdirektor von EUROCLIO, des früheren Dachverbandes europäischer Geschichtslehrerverbände und heutiger europaweit tätiger NGO im Rahmen der historisch-politischen Bildung zu Gast. In einem Gastvortrag an der Fakultät für Erziehungswissenschaft stellte er — ausgehend von einigen Besorgnis erregenden gegenwärtigen geschichtspolitischen Aktionen in verschiedenen europäischen Ländern einschließlich einiger Versuche, Geschichtsunterricht in Inhalt und Strukturen für die Vermittlung geschlossener Geschichtsbilder in Dienst zu nehmen, betonte er in einem anregenden und interessanten Überblick über die Verhältnisse in mehreren europäischen Ländern die Bedeutung freiheitlichen, die Befähigung der Schülerinnen und Schüler zum eigenständigen historischen Denkens ins Zentrum stellenden „history education“ und entsprechender nicht-engführender Assessment- und Prüfungsformen.

On 1st July 2016, the programme director of EUROCLIO, the former umbrella association of European History Teacher Associations and the today worldwide operating NGO, visited the Department of History Education. Starting with some alarming examples of contemporary historical-political actions (including attempts to use history teaching for the mediation of ‚closed‘ views on history), he presented in his guest lecture at the faculty an inspiring and interesting overview of the conditions of history teaching in several European states. He emphasized the importance of a liberal history education with open formats of assessment and examination that enable students to think historically in an independent way.