Bormuth, Heike; Körber, Andreas (9.4.2019): Austauschworkshop: Inklusion im Fachunterricht. im QUA_LiS NRW

Bormuth, Heike; Körber, Andreas (9.4.2019): Austauschworkshop: Inklusion im Fachunterricht. im QUA_LiS NRW

Call for Papers: Doing History

Call for Papers/Projects | Workshop am 20./21.6.2019

Doing History

Praktiken des Geschichtemachens in transmedialen Geschichtskulturen

30. April 2019, von Thorsten Logge

https://assets.rrz.uni-hamburg.de/instance_assets/fakgw/11240897/733x414-doing-history-2019-a35dbc7a2c34b963758693ba39bdb67cbeb0c449.jpg

Foto: T. Logge

 

Die Praktiken des „Geschichtemachens“ stehen im Mittelpunkt einer neuen interdisziplinären Forschungsinitiative: Die Projektgruppe „Doing History“ sucht Projektideen für die Einrichtung des Forschungsverbundes „Doing History – Praktiken des Geschichtemachens in transmedialen Geschichtskulturen“ und Beiträge für einen Auftaktworkshop, der am 20./21. Juni 2019 in Hamburg stattfindet. Zielgruppe sind alle historisch arbeitenden Disziplinen in den Kultur- und Geisteswissenschaften.

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Geschichte ist nicht einfach Vergangenheit, über die berichtet wird, Geschichte wird gemacht! Performative Geschichtskulturen konstruieren Geschichte in unterschiedlichen Kontexten – in Romanen, Fernsehsendungen, Kinofilmen, Reenactments, Gedenkveranstaltungen, szenischen Lesungen, Ausstellungen oder historiografischen Projekten – auch, um individuelle und kollektive Identitäten herzustellen und auszuhandeln. All diese Praktiken des Geschichtemachens mit ihren je spezifischen Techniken und Verfahren der Herstellung und Distribution von Narrativen sowie mit den unterschiedlichen textuellen und nicht-textuellen Produkten oder Objektivationen, in denen die Narrative ihre mediale Form finden, lassen sich als Variationen eines performativ erweiterten Begriffs von Historiografie fassen. Dieser bezieht sich nicht allein auf die Arbeit und das Ergebnis der textlich fokussierten professionellen Historikerinnen und Historiker, sondern umfasst potentiell alle denkbaren Praktiken des Geschichtemachens.

Kommunikative Formen und Mittel des „Geschichtemachens“

Bei den hier angesprochenen Aushandlungsprozessen spielen die Formen und Mittel der Kommunikation mit der ihnen jeweils eigenen, besonderen Materialität und Medialität eine wichtige Rolle. Sie sind inhärente Bestandteile der nicht selten überlappenden oder gar in eins fallenden Entstehungs-, Präsentations-, Distributions- und Rezeptionsprozesse, kurzum: der Performativität des Geschichtemachens. Wohl kaum eine Praxis des Geschichtemachens lässt sich zudem auf ein einziges Medium beschränken, sie alle sind grundsätzlich transmedial. Das gilt auch dann, wenn einzelne Medien zuweilen eine dominantere Rolle einnehmen. Während etwa die universitäre Geschichtsschreibung noch immer und überwiegend Schriftquellen, d. h. Texte, bevorzugt, privilegiert Geschichte in Film und Fernsehen eher Bild- oder Bewegtbildquellen. Wiederum andere Praktiken des Geschichtemachens nutzen diverse, auch nicht-textuelle, Objekte, Formen und Formate in ganz unterschiedlichen Kombinationen. Dies gilt ausdrücklich auch für die Performance-Kunst.

Aber auch Medien selbst können zum Gegenstand der Aushandlung werden, die wiederum von ihnen selbst und ihren Eigenschaften mit beeinflusst wird. Im Prozess des Geschichtemachens entstehen somit medial konnotierte „Geschichtssorten“, über die auch diese doppelte Rolle der Medien greifbar wird.

Praxeologische Perspektiven

Obwohl in den letzten Jahren das Interesse vor allem an populären medialen Geschichtsdarstellungen in verschiedenen Disziplinen immer stärker gestiegen ist, fehlt es weiterhin an einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Prozessualität von Geschichtskonstruktionen selbst: einer Analyse des DOING History. Geschichtssorten sind daher auch weniger aufzufassen als Werkkategorien wie „Genres“, „Gattungen“ oder „Formate“, sondern als Aneignungs- und Gebrauchsformen (uses of the past) und produktive Handlungstypen (practices of historiography). Aus ihnen gehen die medial differenzierten, adressatenfokussierten, narrativen Geschichtsprodukte hervor (history types), die in Identitäts- und Orientierungsdiskursen von räumlich, zeitlich und sozial spezifischen Versammlungsöffentlichkeiten/medialen Milieus gegenwartsbezogen kommunikativ verhandelt werden (adaptions to and adoptions of history). Aneignungs- und Gebrauchsformen sowiedie Praktiken der Adaption und Adoption stellen im Aus- und Aufführen von Geschichte wiederum eigene Ereignisse dar, für die Aus- und Aufführenden sowie deren Publika. Nicht nur die referenzierten Ereignisse in der Vergangenheit, auch das rezipierende Erleben von Geschichte hat somit einen spezifischen Ort in Raum und Zeit und hinterlässt eigene Spuren. Die Praktiken des Geschichtemachens wirken zudem produktiv und transformativ auf das Geschichtsbewusstsein aller an diesem Prozess Teilhabenden.

Das Projekt DOING HISTORY steht für einen Perspektivenwechsel: Nicht mehr die referenzierte Ge- oder Begebenheit in der Vergangenheit soll im Mittelpunkt stehen, sondern vielmehr die unterschiedlichen historiografischen Praktiken der Ereignisbeschreibung und -konstituierung in und durch Geschichte, deren medial spezifischen Produkte sowie ihre Einbettung in diskursiven Aushandlungsprozessen. Das Projekt verortet sich somit transdisziplinär an den Schnittstellen von Geschichtswissenschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaft, Geschichtsdidaktik, Europäischer Ethnologie sowie allen Geistes-, Kultur- und Humanwissenschaften, die sich mit der Produktion und Distribution von (historischem) Wissen beschäftigen.

Das Projekt DOING HISTORY widmet sich den unterschiedlichen Praxen, in denen und durch die Geschichte konstruiert wird. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Prozesse des Sammelns, Archivierens, Selektierens, des Fragmentierens, Rahmens, Inszenierens und des Narrativierens, Operationen der Transmission, d. h. der Übertragung, der Vermittlung und Übermittlung, die die Bearbeitungsprozesse des Materials kennzeichnen, der Adaption, Adoption und Transgression im Umgang mit Vergangenheit und Geschichte, des historischen Lernens auch und gerade in historischer Perspektive sowie nicht zuletzt der Agency, der Handlungsmacht, die den einzelnen Akteuren bei den Transformations- und Transgressionsprozessen bei der Produktion, der Repräsentation, der Distribution, der Exhibition – also den Aufführungspraktiken – und der Rezeption von Geschichte in verschiedenen (medialen) Milieus zukommt. Die Praktiken des Geschichtemachens werden dabei nicht allein unter medialen, methodischen, sozialen oder psychologischen Fragestellungen untersucht, sondern stets auch im Hinblick darauf, wie in ihnen und mit ihnen historischer Sinn entsteht und dieser gesellschaftlich distribuiert wird.

Transdisziplinärer Zugriff auf das Machen von Geschichte

Auch wenn dieser praxeologische Perspektivenwechsel vor allem im emergierenden Feld der Public History besonders deutlich wird, zeichnet er sich in verschiedenen Fächern bereits seit mehreren Jahren ab. Er unterstreicht die Transdisziplinarität einer Fragestellung, die sich auf die Prozessualität des Aushandelns von Geschichte(n) konzentriert und auf die Art und Weise, wie dadurch Handlungsmacht für die jeweiligen Akteure, Subjekte und Objekte historiografischer Praktiken potenziert oder depotenziert wird. Tatsächlich zeigen sich ähnliche Fragen und Perspektivenwechsel in mehreren transdisziplinären Ansätzen: in der Adaptierung der Akteur-Netzwerk-Theorie und praxeologischen Herangehensweisen in den Performance Studies, den Körpertheorien der Medien oder der medienwissenschaftlichen Medialitätsforschung, in der Mediologie ebenso wie in medienethnographischen Ansätzen oder den Postcolonial Studies – um hier nur einige zu nennen. Auch die Geschichtsdidaktik hat schon früh Formen des „außerwissenschaftlichen“ und „außerschulischen“ Umgangs mit Geschichte in den Blick genommen, ihre Prägung durch sowie Bedeutung für das Geschichtsbewusstsein in der Gesellschaft theoretisch und empirisch untersucht und mit Blick auf entsprechende Beiträge, Herausforderungen, Anforderungen und Pragmatiken für historisches Lehren und Lernen reflektiert.

Querstehend zu Fächergrenzen zeigt sich hier eine gemeinsame Suchbewegung, die den Zusammenhang von Geschichte als mediale Form der Aushandlung von Identität (bzw. Dividualität) untersucht und dabei auch Fragen nach medialer Authentizität bzw. Glaubwürdigkeit (und die Bedingtheit dieser Kriterien) stellt. Geschichtemachen kann freilich auch als Form des Spielens oder gemeinsamen Tuns verstanden werden, als Freizeit- und Unterhaltungspraxis, als Kommodifizierung des Historischen, dessen primäres Ziel nicht die identitätsbezogene Orientierung und Sinnbildung ist. Auch diese Praktiken bringen stets historische Narrationen in diversen medialen Formen und Formaten hervor und verbreiten sie in kommunikativen Praktiken. Sie können und müssen allesamt inter- und transdisziplinär untersucht werden. Im Mittelpunkt stehen dabei gleichermaßen historische wie gegenwärtige Praktiken der Geschichtskonstruktion, nicht-universitäre wie auch universitäre Praktiken des Geschichtemachens in allen denkbaren (medialen) Formen und Formaten.

Beiträge gesucht!

Wir suchen nach Beiträgen und Projekten, die sich mit folgenden Aspekten, Zusammenhängen oder Komplexen beschäftigen:

  1. Fragen zu Medialität und Performanz: Wie wird Geschichte medial ausgehandelt? Wie lässt sich das Material der Vergangenheit in der Gegenwart als Teil der Erinnerungskultur assoziativ verwenden? Wie verändern sich Glaubwürdigkeitskriterien von handlungsorientierten Geschichtskonstruktionen?
  2. Fragen zu Handlungsmacht und Empowerment: Wie verändert sich durch die Konstruktion und Aushandlung von Geschichte die Handlungsmacht von Akteuren und Aktanten? Welche (historischen) Vorbilder gibt es für partizipative Geschichtskonstruktionen?
  3. Fragen zu theoretischen und methodischen Perspektiven: Welche neuen theoretischen wie auch methodischen Perspektiven ergeben sich im Rahmen einer praxeologischen Analyse von Geschichtskonstruktionen?
  4. Vergleichende bzw. inter- und transkulturelle Ansätze: Wie gestaltet sich das Doing History in verschiedenen kulturellen Kontexten?
  5. Medientheoretische Perspektiven: Welche theoretischen und methodischen Aspekte sind bei der Untersuchung transmedialer Praktiken des Geschichtemachens zu berücksichtigen?
  6. Diachrone Perspektiven: Wie haben sich Formen und Praxen des Umgangs mit Geschichte verändert? Welche Bedeutung haben diese Veränderungen für die Herausbildung neuer Geschichtsbilder und Geschichtsverständnisse?
  7. Didaktische Perspektiven: Welchen Einfluss auf Formen historischen Lernens in unterschiedlichen gesellschaftlichen Zusammenhängen haben einzelne oder mehrere Praxen und Medien des Doing History? Welchen Beitrag können sie leisten? Welche Ansprüche an Lernprozesse stellen sie an ihre Akteure und welche Herausforderungen an historisches Lernen in der Gesellschaft ergeben sich aus ihrer Existenz und Entwicklung?

Projekte, die Aspekte und Ansätze quer zu den hier genannten Feldern diskutieren und/oder ergänzende Fragestellungen diskutieren möchten, sind herzlich willkommen.
Bewerbung

Einreichungen enthalten ein Abstract (maximal 500 Worte) und eine Kurzbiografie und sind einzusenden an thorsten.logge@uni-hamburg.de, Einsendeschluss ist der 30. April 2019.
Workshop am 20./21. Juni 2019

Die Projektgruppe wählt aus den Einsendungen geeignete Projektbeiträge aus. Die ausgewählten Beitragenden werden in der ersten Maiwoche informiert und zur Ausarbeitung eines 15-minütigen Vortrags eingeladen, der auf einem Workshop am 20./21. Juni 2019 in Hamburgpräsentiert werden soll. Der Workshop dient der Vorbereitung eines Forschungsverbundantrags, in dem die Einzelbeiträge als Teilprojekte integriert werden können.
Veröffentlichung

Eine Veröffentlichung der ausgewählten Beiträge in der Reihe „Medien der Geschichte“ (De Gruyter Oldenbourg) ist vorgesehen, der Band soll 2020 erscheinen.

Reisekostenübernahme

Reisekosten (Deutsche Bahn, 2. Klasse) werden bis zu einer Höhe von 250 Euro pro Beitrag übernommen, eine Unterkunft im Hotel wird gestellt.

Projektgruppe „Doing History“

Prof. Dr. Cord Arendes (Heidelberg)
Prof. Dr. Andreas Körber (Hamburg)
Prof. Dr. Thorsten Logge (Hamburg)
PD Dr. Stefanie Samida (Heidelberg)
Dr. Juliane Tomann (Jena)
Prof. Dr. Thomas Weber (Hamburg)

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Kontakt

Prof. Dr. Thorsten Logge
Universität Hamburg
Fakultät für Geisteswissenschaften
Fachbereich Geschichte | Public History
Überseering 35 #5, Raum 02045
22297 Hamburg
Tel.: +49 (0)40 42838 9061
E-Mail: thorsten.logge@uni-hamburg.de

Neuer Beitrag zur Kompetenzorientierung im Geschichtsunterricht

Körber, Andreas (2019): „Kompetenzen historischen Denkens – Bestandsaufnahme nach zehn Jahren.“ In: „Waltraud Schreiber, Béatrice Ziegler, Christoph Kühberger (Hrsg.): Geschichtsdidaktischer Zwischenhalt. Beiträge aus der Tagung »Kompetent machen für ein Leben in, mit und durch Geschichte« in Eichstätt vom November 2017. Münster u.a.: Waxmann, 2019.“, S. 71-89.

Am 20. Februar ist der folgende Band erschienen: „Waltraud Schreiber, Béatrice Ziegler, Christoph Kühberger (Hrsg.): Geschichtsdidaktischer Zwischenhalt. Beiträge aus der Tagung »Kompetent machen für ein Leben in, mit und durch Geschichte« in Eichstätt vom November 2017. Münster u.a.: Waxmann, 2019.“
Schreiber/Ziegler/Kühberger 2019

Darin findet sich auch folgender Beitrag:
Körber, Andreas (2019): „Kompetenzen historischen Denkens – Bestandsaufnahme nach zehn Jahren“ (S. 71-87)

Tagung: „Geschichtskultur – Public History – Angewandte Geschichte.“ Geschichte lernen und Gesellschaft. (29./30.03.2019) Leitung: Prof. Dr. F. Hinz (PH Freiburg), Prof. Dr. A. Körber (Univ. Hamburg)

„Geschichtskultur – Public History – Angewandte Geschichte.“ Geschichte lernen und Gesellschaft. (29./30.03.2019); Leitung: Prof. Dr. F. Hinz (PH Freiburg), Prof. Dr. A. Körber (Univ. Hamburg); Ort: Aula der PH Freiburg; https://www.ph-freiburg.de/sozialwissenschaften/aktuelles-profil/geschichte/higlights-aus-lehre-und-forschung-der-abteilung-geschichte/tagungen/geschichtskultur-public-history-angewandte-geschichte.html

Geschichtskultur – Public History – Angewandte Geschichte. Geschichte lernen und Gesellschaft. (29./30.03.2019)

Leitung: Prof. Dr. F. Hinz (PH Freiburg), Prof. Dr. A. Körber (Univ. Hamburg)

Ort: Aula der PH Freiburg

Tagungsprogramm

Poster

Die Tagung wird durch die DFG finanziert.

 

Geschichte wird heute vornehmlich in der außerakademischen Geschichtskultur verhandelt. Dies geht so weit, dass nicht zuletzt in Bezug auf das Mittelalter bereits von einem „Sekundärmittelalter“ gesprochen wird (Valentin Groebner). Die Geschichtswissenschaft reagierte auf diese Entwicklung nicht nur – aber auch nicht zuletzt – im deutschsprachigen Raum mit Einrichtung von Professuren für „Public History“ und „Angewandte Geschichte“ sowie Etablierung entsprechender Inhalte in Lehrplänen und Geschichtsschulbüchern. Doch diese Maßnahmen kranken an zwei Defiziten, zu deren Behebung diese Tagung beitragen soll:

Erstens ist derzeit keineswegs klar, was genau unter den Etiketten „Public History“, „Angewandte Geschichte“, „Erinnerungskulturen“, „Geschichtskultur“ etc. genau zu verstehen ist, d.h. vor allem, ob es Vergangenheitsdeutungen sind, die für die oder aber von der Öffentlichkeit entwickelt werden, und was genau in den jeweiligen Begriffen selbst oder ihren Umschreibungen als „öffentliche Geschichte“ die „Öffentlichkeit“ meint.

Zweitens handelt es sich bei den genannten Studiengängen um rein akademische Veranstaltungen. Die Schere zwischen akademischer Erforschung der Geschichte und populären Umgangsweisen mit ihr ist jedoch bisweilen beträchtlich. Historiker*innen drehen nun einmal meist keine Historienfilme, sie zeichnen keine Historiencomics etc. Wenn sie gleichwohl den populären Umgang mit Geschichte in all seiner Vielfalt analysieren, tappen sie daher oftmals im Dunkeln. Nicht selten bleibt es bei einer Beschreibung geschichtskultureller Manifestationen, doch sind diese streng genommen Sachquellen, nicht populäre Geschichtskultur, die stets den lebendigen Umgang mit Geschichte bedeutet. Mit den Akteur*innen der Geschichtskultur wird seitens der Hochschulen nur sporadisch Kontakt gesucht.

Das Feld der Geschichtskultur ist somit aufgrund seines Charakters als vergangen­heitsbezogenes, soziales wie kulturelles Handlungsfeld Gegenstand von Reflexion nicht nur auf der Basis wissenschaftlicher Forschung, sondern auch seitens der breiteren Öffentlichkeit. Insofern Geschichtswissenschaft inklusive Geschichtsdidaktik nicht nur historische Quellen, sondern zentral auch gesellschaftliche Formen des „Umgangs“ mit Geschichte, ihre „Nutzung“ und andere Bezugnahmen auf sie erforscht, bedarf es systematischer Perspektivenverschränkung. Fernziel des Arbeitszusammenhangs, in dem die Tagung steht, ist vor diesem Hintergrund die Herausgabe einer Handbuch-Publikation, in welcher eine Reihe wesentlicher geschichtskulturelle Praxen und Objektivationen zunächst sowohl aus den verschränkten Perspektiven von Praktiker*innen und Wissenschaftler*innen unter gemeinsamen Fragestellungen vorgestellt werden und sodann sowohl thematisch als auch epochenspezifischen Analysen unterzogen werden. Die Tagung soll den dafür nötigen Austausch sowohl zwischen Wissenschaftler*innen (aus den Bereichen verschiedener Kulturwissenschaften) und Praktiker*innen (1) über thematisch fokussierte Paarungen hinaus zu einer übergreifenden Diskussion zusammenführen und (2) sich aus den jeweiligen Beispielen sowie (3) aus systematischen Perspektiven auf diese sicht- und diskutierbar machen.

Grundlage der Tagung werden sein: (1) eine Reihe von jeweils bestimmte geschichtskulturelle Handlungsfelder thematisierende, von Autor*innen-Tandems aus Wissenschaft und Praxis im Vorfeld erarbeitete und (2) jeweils vier von Wissenschaftler*innen verfasste thematische und epochenspezifische Beiträge. Teilnehmer*innen sind die Autor*innen der Beiträge und ein gezielt dazu geladenes internationale Fachpublikum aus den Bereichen Geschichtswissenschaft, public history und history education.

=== Nachtrag ===

Nun auch mit Bildern auf der Webseite der PH Freiburg:

https://www.ph-freiburg.de/sozialwissenschaften/aktuelles-profil/geschichte/higlights-aus-lehre-und-forschung-der-abteilung-geschichte/tagungen/geschichtskultur-public-history-angewandte-geschichte.html

Neuer Artikel von Bodo von Borries

Borries, Bodo von (2018): A Formação da Consciência Histórica como reflexo de autobiografias – entre leitura privada e ensino presencial. In Ana Claudia Urban, Estevão de Rezende Martins, Marlene Cainelli (Eds.): Educação Histórica. Ousadia e Inovação em Educação e em Histórica. Escritos em homenagem a Maria Auxiliadora Moreira dos Santos Schmidt. Curitiba: W.A. Editores, pp. 169–198.

Borries, Bodo von (2018): A Formação da Consciência Histórica como reflexo de autobiografias – entre leitura privada e ensino presencial. In Ana Claudia Urban, Estevão de Rezende Martins, Marlene Cainelli (Eds.): Educação Histórica. Ousadia e Inovação em Educação e em Histórica. Escritos em homenagem a Maria Auxiliadora Moreira dos Santos Schmidt. Curitiba: W.A. Editores, pp. 169–198.

Neuerscheinung: Aufsatz zu interkulturellem Geschichtslernen

Körber, Andreas (2018): „Transcultural history education and competence. Emergence of a concept in German history education.“ In: History Education Research Journal (HERJ) 15 (2), pp. 101-116. DOI https://doi.org/10.18546/HERJ.15.2.09

Gerade erschienen im ersten Heft der unter neuem Namen gelaunchten Zeitschrift „History Education Research Journal“ (früher International Journal of Historical Learning Teaching and Research):

Körber, Andreas (2018): „Transcultural history education and competence. Emergence of a concept in German history education.“ In: History Education Research Journal (HERJ) 15 (2), pp. 101-116. DOI https://doi.org/10.18546/HERJ.15.2.09

Resolution des VHD: Materialsammlung von VHD, zeitgeschichte online und Ergänzungen

Neben dem Pressepiegel des VHD hat Zeitgeschichte Online dankenswerterweise eine von Sophie Genske erstellte Materialsammlung zur sehr kontroversen Diskussion um die Münsteraner  „Resolution zu gegenwärtigen Gefährdungen der Demokratie“ des Historiker*innen-Verbandes (VHD: Verband der Historikerinnen und Historiker Deutschlands) auf verlinkt. Sie ist zu finden unter:

zeitgeschichte-online.de/editorial/materialsammlung bzw.: https://t.co/Nb1S9BdzTl.

Sie ist aber durchaus nicht vollständig. Einige wichtige Beiträge fehlen. Auch im Radio, auf Facebook und Twitter (und wohl auch weiteren Kanälen) haben intensive Debatten stattgefunden, von denen ich wiederum nur einige Threads und/oder Beiträge verlinke:

Tagungsbericht: „Jenseits von Binaritäten und gegenläufigen Erinnerungen?“ Fakultät für Kulturwissenschaften, Universität Paderborn Datum 19.05.2017 – 20.05.2017

Körber, Andreas (2018): Tagungsbericht zu: „Jenseits von Binaritäten und gegenläufigen Erinnerungen?“, Paderborn: Universität Paderborn
19.05.2017 – 20.05.2017. In: H-Soz_Kult 26.9.2018: https://www.hsozkult.de/searching/id/tagungsberichte-7252.

Auf H-Soz-Kult ist nun (nach langer Redaktion) erschienen mein Bericht zur Tagung „Jenseits von Binaritäten und gegenläufigen Erinnerungen?“, die u.a. Johannes Meyer-Hamme an der Universität Paderborn organisiert hat. Vorgetragen hat u.a. auch Johannes Hoffmann, vormals Student hier in Hamburg und derzeit Referendar an einem Hamburger Gymnasium.

Paderborn: Fakultät für Kulturwissenschaften, Universität Paderborn
19.05.2017 – 20.05.2017
Hier eine Fassung in arabischer Sprache, die dankenswerterweise die Kolleg*innen in Paderborn haben durch ein Übersetzungsbüro anfertigen lassen:

الجانب الآخر للثنائيات والذكريات المتعارضة؟

ورشة عمل مع خبراء في التاريخ وثقافة الذاكرة في مجتمع بعد الهجرة من لاجئين وغير لاجئين

المكان: بادربورن

المنظم: جامعة بادربورن, كلية الآداب والعلوم الإنسانية

التاريخ: 19.05.2017ـ20.05.2017

الكاتب: أندرياس كوربر, كلية التربية, قسم تدريس التاريخ, جامعة هامبورغ

الهجرة ليست فقط فردية وإنما لمجتمع يواجه تحديات مثل الثقافة التاريخية بما في ذلك مؤسساته من علم التاريخ و تدريس التاريخ. هذا ينطبق بشكل خاص عندما لا يتم أخذ وجهة نظر المجتمع المضيف ـ بمعنى المجتمع الشامل بعد التقليدي و مجتمع بعد الهجرة ـ وهذا يتطلب إمكانيات التوجه المشتركة والمنفصلة للتاريخ. لا تتضاعف هذه فقط من ماض (المجتمعات الأصلية) ذات الصلة, وإنما أيضا من كل اهتمام تاريخي للقضايا والمفاهيم. في أوقات الهجرة الجماعية من الحروب ومناطق الحروب الأهلية يجب أن يؤخذ بعين الاعتبار أن هويات المهاجرين قد تكون هشة وبخطورة أو أنهم بحاجة إلى توجه تاريخي جديد. يمكن للمهاجرين أنفسهم من نفس المناطق أن يحضروا معهم احتياجات توجه وخبرات مختلفة. علم وفن تدريس التاريخ بحاجة إلى تجديد فرص وأساسات هذا الانعكاس.

لقد تم تمويل هذه القضايا المطروحة في المؤتمر من قبل مؤسسة الذكرى, المسؤولية, المستقبلوخصصت لصالح مشروع عمل نظرية وفن تعليم التاريخ من قبل (يوهانس مايرـ هامي و فيليكس هينز) والتاريخ المعاصر( سيباستيان بيسشوف) في جامعة بادربورن وجمعت مؤرخين ومدرسين للتاريخ مع توجهات احترافية مختلفة وقصص هروب (خاصة من سوريا والعراق) وشملت الكثيرين (من الطلاب وحتى مدير متحف) و أيضا زملاء غير لاجئين.

هذا ضروري ومبتكر كإنتاج لوجهات نظر متعددة لكنه تتطلّب أيضا الكثير من الجهد التنظيمي مثل الترجمة الفورية وحساسية التجمع ,المشاركين ,البرنامج والتنفيذ الفعلي. هذه التحديات تم التغلب عليها بسهولة متناهية من قبل المنظمين ومساعديهم المحترفين, فريق المترجمين والمشاركين.

وبعد التحية التي ألقاها فولكر بيكوس (عميد جامعة بادربورن) وسونيا بيجالك (مندوبة مؤسسة ذكرى, مسؤولية, المستقبل„, برلين) و يوهانس مايرـ هامي (بادربورن) على أساس المبادئ الانعكاسية لتعلم التاريخ بين الثقافات و ما بعد المهاجرين„, تم توضيح إمكانية التبادل المتماثل. جنبا إلى جنب فتح التواصل مناخا مفتوحا للمناقشة والتشاور والجدال.

جاء ثلاثة منظمين من القادة السابقين في هذا البلد (وأحيانا يكون مهاجر سابق)، في أعمال اللاجئين مدرسين للتاريخ من ذوي الخبرة فضلا عن كلمة لاجئين. [1]

أولا قدم إبراهيم ميرزايف ـ الذي يعمل مدرسا في دورات الاندماج و طالب دكتوراه في علم التاريخ (إيخستات)ـ تجربة مع التحديات والفرص للتفاوتات الكبيرة في مهارات اللغة وتعدد الحساسيات المتعلقة بالصدمة للكثير من اللاجئين باعتبارات التعلم التاريخي مع تقديم أساليب من الأحداث السمعية والكلامية.

ديمتري شترايفسكي من (برلين)، طالب دكتوراه في التاريخ, وباحث في العلوم السياسية يعمل في مجال تربية الهجرة, تحدث عن تحديات أحد مبادئ المقابلة والتعلم على مستوى العينوأخذ على محمل الجد التعليم التاريخي. وبناء على خمسة جوانب رئيسية, بما في ذلك صفات ثقافية أو عرقية نهج مجموعة محددة„, و خطر التربية الخاصة„, كما شدد على إمكانية التعلم من خلال التحديات المشتركة, شريطة الاعتراف بقضايا وآفاق الشباب وتناولها, ولكن أيضا مناقشة بعبارات واضحة من القيم الإنسانية.

في مساهمة كل من جينيفر فاربر (فوغلسانغ) وجينز هيكر(سيني) تم التركيز على القضايا الشاملة وانتقاد نهج هدف المجموعات. واستنادا إلى نتائج مناقشات أحد مجموعات العمل على انتشار النصب التذكارية المبينة علة أنها افتتاح مفاهيم انعكاسية, تشاركية وتوسيع وجهات النظر نقل التاريخ دون هويات“ (أستريد ميسرشميدت) حول مواضيع معاداة السامية ومجتمع الهجرة.

أوركيدي إسكيمند وميلاني كامب (برلين) قدما مشروع اكتشاف التنوع„, الذي ينتج عن تحليل احتياجات الشباب من عمر 12-15 سنة لفرص تعليمية مع خبرة في معاداة السامية, يتم ربطها في تجارب الحياة الخاصة بهؤلاء الشباب ومنهجة تاريخهم وكذلك تمكّن من وضع ثقافة الذكرى.

وجهات النظر الأخرى كانت مما يمكن لاللاجئين أخذه على محمل الجد من دروس التاريخ والثقافة التاريخية في بلدانهم الأصلية. قدمت في أربع مساهمات مختلفة خلال ورشة العمل هذه وشملت التاريخ, مفاهيم التاريخ, مفاهيم الهوية.

حيث شدد يوسف كنجو (توبينعن) عالم الآثار الدولي الشهير والمدير السابق لمتحف حلب في سوريا على أهمية البحوث الآن. لكن في الوقت الحاضر وبشكل ملموس فإن المواقع الأثرية بخطر أو دمرت بالفعل في سوريا وهذا سيضيف مشاركات السوريين إلى التاريخ البشري. هذه النواة المحتملة غالبا لا يدرك السكان بناء التاريخ بشكل غير ثنائي, وهو ما يفسر وجود جزء كبير من المخاطر على هذا التراث. يتم توزيع كتاب عبر مشاريع مختلفة ومجانية في مخيمات اللاجئين في دول الجوار عن سوريا القديمة الذي ينبغي أن يؤثر في مكافحة الخطر على الهوية.

محمد عيسى (برلين)، لاجئ ومدرس تاريخ ،أكد في المقابل على أهمية الوحدة العربية والتوسع الإسلامي, ووضح أنه تم تدميرهما من قبل سيطرة واستغلال الاستعمار الأجنبي ومثالا على ذلك اتفاقية سايكس بيكو“ (1916), حيث كانت السبب الرئيسي للتطرف الحالي واللاجئين. ووصف تدريس التاريخ في سوريا اليوم على النقيض من الوضع قبل الثورة اعتبارا من التدخل السياسي والنظام الافتراضي و التفسيرات الموالين للنظام, وبالتالي تميزت بالخوف, التي من المقرر أن تكون ناجمة عن القوى الاستعمارية التي تجدد الصراع. المنهجية المفتوحة وتعددية التفكير الذاتي ليست ممكنة. لذا يجب إعادة توجيه تدريس التاريخ وإزالة المعلومات الوهمية„, وأعطاء الطلاب الحرية في تعلم القيم الإنسانية الشاملة. واعتماد المفاهيم الغربية في الحرية، و الحكم الناقد.

نظيره العراقي نور حمود (برلين) اتفق معه حول الكثير. تقليديا، ليس فقط في السنوات الأخيرة, كان يتم قبول المحتوى التدريسي لتدريس التاريخ, مع عدم الفهم أو حتى المناقشة, حتى مع الشكوك. وشدد على الدور الهام للمحتوى الديني وتخصيص التفسيرات ومثالا على ذلك تمجيد وصف („شونستر فرهود„) من المذبحة اليهودية عام 1941 في بغداد وفورا مشكلة الهويات الدينية المعرّفة[2]. خلاصة العمل, في فهم سمات تاريخه, تعرف عليها في دورة الاندماج في ألمانيا وكان غير معروف وغير مألوف للاجئ. ومن هنا تأتي أهمية دورات الاندماج في تسهيل التفاهم المتبادل والغفران للجميع. في العراق أيضا يجب أن يتطوّرتأثير تدريس التاريخ و يشجّع الأطفال على السؤال والفهم.

أوضحت في المقابل ناريمان دريباتي مفاهيم الهوية بانتقاد (هايدلبيرغ), وهي من سوريا ومدرسة التاريخ المهاجرة وطالبة الدكتوراه في مناهج تدريس التاريخ. عرضت النتائج الأولى لتحليلها لكتب التاريخ المدرسية السورية الحالية والتي نشرت قبل عام 2010. مركزيا ملزم ومقدم, عززت أعمال ومصالح الحزب الحاكم حزب البعثوالنخبة. وفقا لذلك بسبب الأغلبية السنية، لبناء هوية دينية ـ وطنية لسوريا كجزء من العالم العربي الشامل. وأساسا تتكرر فقط في النصوص من وجهات نظر مؤلفين عرب. المصادر تستخدم ربما للتوضيح, ولكن ليس للتحليل.

مدرسة التاريخ اللاجئة رحاب اليوسف (إسبلكامب) لفتت الأنظار إلى تدريس التاريخ في ألمانيا. وقدمت موجزات بشأن أوضاع العديد من اللاجئين فيما بين كرسيينمن البلد الأم والبلد المضيف, وشددت على أهمية الاندماج. جوهريا نكبر معاإلى مجتمع جديد هو الحصول على التعارف وأيضا المعرفة الدينية والاختلافات الثقافية والاعتراف المتبادل. حيث يوجد اختلافات واضحة بين اللاجئين وبين الألمان. الإشكالية تكون على حد سواء في المطالبات, إذ يجب على المهاجرين التخلي عن هويتهم, ولكن أيضا يستخدم هذا الرفض لترحيلهم كذريعة لعدم الاندماج. وأبرزت أيضا صعوبات الدراسة الملموسة للاجئين التي تنشأ في المقام الأول من اللغة والأشكال المختلفة جدا من التعلم والدراسة في ألمانيا

دروس التاريخ في سوريا وألمانيا تم عنونتها وشرحها مع اثنتين من الطلاب السورريين اللاجئين جنبا إلى جنب مع دومينيك يروخ (سيجن). وأكدوا على التباين الحالي التي تهيمن عليها أغلب القصص من الدولة, تدريس التاريخ غير الحرقبل الحرب الأهلية ومع التعلم في ألمانيا „, فضلا عن مطالب التعارف المتبادل والاعتراف وموضوعية تاريخ الوطن. وشددوا بوجه خاص على الحاجة إلى معلومات أكثر موثوقية, لا سيما بشأن الصراع الفلسطيني الإسرائيلي بوصفه جوهر مشكلة الشرق الأوسط برمتها وعن الاشتراكية الوطنية.

بعد النقاشات, تم الحوار والسؤال حول مفهوم الهوية، فضلا عن التحديات التي تواجه المجتمع والمدرسة والمؤرخين. وقد كان مفهوما مختلفا للمفاهيم والطلبات على الهوية فضلا عن إدراجها في تدريس التاريخ: أفكار الهوية غير المنقطعة من الأصل والاستقبال والهوية, وبالتالي مطالب التعارف المتبادل, وكان تصور وقبول الآخرفي المؤرخين يعارضون الشك في جميع الهويات المحددة مسبقا, الأمر الذي شدد على تنوع تجارب المهاجرين ووجهات نظرهم, بحيث أعطيت دروس المدارس والتاريخ مهمّة دعم كل تشكيل فردي للهوية. وقد أعطي التعلم التاريخي ومواضيع محددة وظائف مختلفة, ، لذا (1) كخلفية لفهم النظام القانوني الألماني والديمقراطية فضلا عن (2) على النقيض من التفسيرات والتقييمات الإيديولوجية أو غير المنكوبة، مثل الاشتراكية الوطنية والمحرقة، والتي غالبا ما يتم جلبها من الأوطان. وتركزت سابقا على ألمانيا وأوروبا في دروس التاريخ الألماني ولذلك ينبغي فتح موضوعية تاريخ مناطق المنشأ.

وبالإضافة إلى ذلك، فإن المناقشة المثيرة للجدل كانت حول دور الإسلام التاريخي كنقطة مرجعية لهوية مشتركة, ومدى وطابع العداء اليهودي أو الإسرائيلي في الثقافات العربية, فضلا عن أهمية الاستعمار في ظهور حالات الصراع الحالية في المنطقة وكخلفية لتمثيل التاريخ المغلق في المدارس.

مع إلقاء نظرة على دروس التاريخ في المستقبل في البلد المضيف يتم تفضيل مفاهيم مختلفة: التنظيم في التاريخ اليومي في مكان السرد التاريخية الوطنية, (الإقليمية) مفاهيم الحرية الخاصة، فضلا عن مفاهيم الانحراف الغربية عن التاريخ. وأخيرا، دعيت أيضا إلى تحديد موضوعي للفروق المفاهيمية في المصادر والتمثيل، كتعلم تاريخ دولة ـ ودين بعيد, حتى يمكن إجراء مناقشة حرة مع تفسيرات مختلفة وإدخال مصادر مطبوعة أخرى في الكتب.

واستكمل البرنامج بمساهمة: ميشائيل شوبرت (بادربورن)حيث حاضر في مفهوم التنوع الفائقالذي وضعه ستيفن فيرتوفيك في عام 2007 لتسجيل مفهوم فائق التنوععلى الأقل في ضعف تنوع المجتمع (في أبعاد التمايز وأشكال الإقامة) في مجتمعات الهجرة الغربية منذ الثمانينيات. ناقش الأداء والجوانب الإشكالية لتعريفه وتفعيله في مؤشر التنوعوناقش أيضا المفارقة (باستثناء) آثار الاستخدام العام من مفاهيم التنوع, على سبيل المثال الصورة المتوقعة للتجانس في الماضي („الإحياء العرقي„). وسمحت المفاهيم البنائية فقط بمشاركة الجميع في التفاوض والتفكير في التنوع والحدود. يمكن أن تشمل ثقافات النصب التذكارية وتؤخذ في الحسبان, مثل استخدام التجارب التاريخية المشتركة والمحددة (الضحايا والجناة, تجربة الهجرة) باعتبارها آفاق للسؤال. وفي نهاية المناقشة, وردا على سؤال عن الكيفية التي يمكن بها لمفاهيم الهوية البنائية هذه أن تجسد المصالح المشروعة للمهاجرين في تنمية بلدانهم الأصلية, فضلا عن تجارب مختلفة.

وأخيرا، تحدث جوهانس هوفمان (هامبورغ) عن مقابلاته مع المهاجرين الشباب الذين هاجروا مؤخرا من سوريا, الذين ما زالوا يتابعون المدرسة، لتجاربهم مع التاريخ والمؤرخين. في حالتين محددتين, رسم مختلف التصورات وردود الفعل والهياكل الشخصية, والتي هي انعكاس حاسم لدروس التاريخ الخاصة, والتوجه الديني, والتمكين إلى التفكير النقدي الخاص, ودائما تأخذ على تركيبات مميزة مختلفة. كان من الممكن تصور معنى بناء الهوية التاريخية وراء التفسيرات المعطاة في المثال المكثف.

بياتريس زيجلر (آراو) أبرزت التحديات التي تواجه عملية تحويل المواضيع الرئيسية إلى مجتمعات غير متجانسة بسبب الهجرة وأهمية التعامل مع وجهات نظر مختلفة في كل حالة. وأوضح المؤتمر التناقض بين التفسيرات المشتركة والمعاني بين ثقافات المنشأ والاستقبال. ومن الضروري تعميق المناقشات. وعلى وجه الخصوص، ينبغي توضيح مفاهيم الهوية والعلاقة بين الهوية والتاريخ.

وتجدر الإشارة إلى أن الجو كان لطيف وجماعي, سمح لإظهار أوجه التشابه والاختلاف بين مجموعات المشاركين وكذلك داخل هذه المجموعات بحيث يمكن أن تستمد الأسئلة والموضوعات لمزيد من المحادثات والبحوث والتي لا تتطابق ببساطة مع الإحالات الثنائية. وفي الوقت نفسه، أصبح من الواضح أن مفاهيم الهوية المرنة المعقولة جدا لما بعد التقليد وما بعد المهاجر في مواقع متعددة مناسبة لتحليل مجال التجارب الموصوفة والمفاهيم المعرب عنها, ولكنها لا تتوافق إلا بشكل مشروط مع المشاركين الذين هاجروا أنفسهم. ولا سيما فيما يتعلق بالمفهوم المعياري للهوية, من الواضح أنه لا يزال هناك الكثير من الترجمة التي يتعين القيام بها ليس فقط من طابع لغوي.

نبذة عن المؤتمر:

فولكر بيكهاوس (جامعة بادربورن, عميد كلية الدراسات الثقافية): تحية

سونيا بيجالك (مؤسسة ذكرى, مسؤولية, مستقبل برلين): تحية

يوهانس مايرهامي (جامعة بادربورن): الجانب الآخر للثنائيات والذكريات المتعارضة؟ طرق لثقافة الذاكرة الانعكاسية

الجلسة الأولى الاعتدال: فيليكس هينز, جامعة بادربورن

إبراهيم ميرزايف (طالب دكتوراه, الجامعة الكاثوليكية في إيشستات): جوجل والماركات التجارية: كيفية شرح التاريخ الألماني؟

ديميتري ستراتيفسكي (برلين): كيف يمكننا أن ننشر ثقافة الذكرى لأشخاص ذوي خلفية مهاجرة؟

رحاب اليوسف (إسبلكامب): التكامل / لم شمل الشعوب في بوتقة الثقافات والحضارات الجديدة

جينيفر فاربر (أكاديمية فوجيلسانغ) و يانس هيكر (مركز توثيق ستالاج, 326): انعكاس عمل النصب التذكارية في مجتمع غير متجانس: فتح أبواب مساحة العمل

محاضرة مساء

مايكل ششوبيرت (جامعة بادربورن): في الطريق الاختلاف فائقة التنوع؟ أهمية الحدودوتنظيمها في مجتمع الهجرة

الجلسة الثانية, الاعتدال: د. سيباستيان بيشوف (جامعة بادربورن)

يوسف كنجو (جامعة توبنغن): دور التاريخ في الهوية والتراث

محمد عيسى (برلين): دروس التاريخ في سوريا

نور حمود (برلين): دروس التاريخ في العراق وماذا تعني دورة الاندماج للاجئين؟

الجلسة الثالثة, العرض: ماير هامي (جامعة بادربورن)

ناريمان دريباتي (طالبة دكتوراه, جامعة هايدلبرغ): الهوية العربية السورية؟! تحليل كتب التاريخ السورية الحديثة

أوركيد إزغيمن / ميلاني كامب (كيغا برلين): فرص وتحديات التعليم السياسي مع اللاجئين منهم وإليهم

ورش العمل:

دومينيك جيروش, رنا الزهر, علياء شعباني, رغد عامر (تلاميذ الصف العاشر): دروس التاريخ الألماني من منظور اللاجئين في (فورستجوهانموريتزغيمناسيوم في سيجن)

يوهانس هوفمان (جامعة هامبورغ): الهجرة والوعي التاريخي. إعادة بناء وتحليل تاريخ المهاجرين فيما يتعلق بالتوجه والهوية

ملاحظات:

[1] ولم تكن الأفرقة موضوعية تماما، ولكن اختلطت وجهات النظر، التي كانت من بين أمور أخرى النقاش الحيوي في نهاية الفريق جاء بالفائدةض, مع ذلك, أحيت المواضيع على نطاق الفريق مرة أخرى. ويتمحور التقرير بطريقة مواضيعية

[2] وبالنسبة للسياق، دافني تسيمهوني: فرهود، في: دان دينر (هرسغ.): موسوعة التاريخ اليهودي والثقافة. المجلد 2, ميتسلر, شتوتغارت / فايمار 2012، الصفحات 324-327

Weise, Mara (29.6.2018): „Zur Förderung von Zeitbewusstsein“. Vortrag auf dem FUER-Nachwuchs-Kolloquium 28. – 30. Juni 2018 an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt

Weise, Mara (29.6.2018): „Zur Förderung von Zeitbewusstsein“. Vortrag auf dem FUER-Nachwuchs-Kolloquium 28. – 30. Juni 2018 an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt

Weise, Mara (29.6.2018): „Zur Förderung von Zeitbewusstsein“. Vortrag auf dem FUER-Nachwuchs-Kolloquium 28. – 30. Juni 2018 an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt

Stork, Annika (29.6.2018): „Perspektivensensibilität innerhalb des Geschichtsunterrichts“. Vortrag auf dem FUER-Nachwuchs-Kolloquium 28. – 30. Juni 2018 an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt

Stork, Annika (29.6.2018): „Perspektivensensibilität innerhalb des Geschichtsunterrichts“. Vortrag auf dem FUER-Nachwuchs-Kolloquium
28. – 30. Juni 2018 an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt

Stork, Annika (29.6.2018): „Perspektivensensibilität innerhalb des Geschichtsunterrichts“. Vortrag auf dem FUER-Nachwuchs-Kolloquium
28. – 30. Juni 2018 an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt