3 Gedanken zu „Gruppenfoto des ProfaLe-Projekts“

  1. Vie­len Dank für die rasche Reak­tion. Ich finde allerd­ings, dass man sich ger­ade bei beschränk­ten Ressourcen auf diejeni­gen Bere­iche konzen­tri­eren sollte, in denen eine Ent­frem­dung zwis­chen Fäch­ern und Fach­di­dak­tik beson­ders schmer­zlich zu spüren ist. Die The­men- und Per­so­n­en­liste tut das Gegen­teil.

    Wie hof­fentlich schon deut­lich gewor­den: Ich würde ja nicht so kri­tisch auftreten, wenn die Gefahr ein­er kog­ni­tiv­en Aus­radierung der Geis­teswis­senschaften durch die Schulpäd­a­gogik nicht real gegeben wäre.

    Mein Ange­bot ste­ht: In 100 Tagen ein Philoso­phie-Konzept für die näch­sten 100 Jahre. Mehr als 100 Euro und 100%-ige Umset­zung erwarte ich dafür nicht; es ist sozusagen ein Geschenk an das deutsche Volk. Ressourcenprob­leme kön­nen da gar nicht erst aufkom­men, zumal man die Didak­tik-Pro­fes­sur in Philoso­phie dann auch eins­paren kön­nte.

  2. Nehmen Sie bitte zur Ken­nt­nis, dass

    1. das Pro­jekt Pro­faLe keines ist, das der AB Geschichts­di­dak­tik allein betreibt, son­dern ein Koop­er­a­tionspro­jekt mehrerer Fakultäten der Uni Ham­burg,
    2. die Ressourcen (sowohl der Uni als auch des Pro­jek­ts) eine qua­si “flächen­deck­ende” Ausweitung gar nicht erlaubt hät­ten,
    2. das Pro­jekt der Entwick­lung von For­mat­en und Konzepten dient und die Beteili­gung der einzel­nen Fäch­er und Fakultäten an unter­schiedlichen Hand­lungs­feldern keine Aus­sage darüber trifft, was den nun geplant und was auch langfristig nicht geplant wäre.

    A.Körber

  3. Meine Frage wäre, ob das unter dem Foto angegebene Per­so­n­en- und The­men­verze­ich­nis voll­ständig ist oder noch erweit­ert wer­den soll. Sollte die Liste das “let­zte Wort” sein, kann man aus ihr ableit­en, dass eine Koop­er­a­tion zwis­chen Fäch­ern und Fach­di­dak­tiken nur in Deutsch und den Natur­wis­senschaften geplant ist, was auf einen ide­ol­o­gis­chen Dual­is­mus von Fak­tenglauben und Beliebigkeit (und seinen Umschlag in einen Nat­u­ral­is­mus und Fak­tizis­mus) ver­weisen würde; Näheres in Kapi­tel 4.3. meines Buchs zur didak­tis­chen Post­mod­erne (“Poli­tis­che Denkstruk­turen zwis­chen Dog­ma­tismus und Leere”).

    In sein­er jet­zi­gen Form ist Pro­fale also kein Ausweg aus der dro­hen­den kog­ni­tiv­en Aus­rot­tung der Geis­teswis­senschaften, son­dern nur ein Feigen­blatt. Da bleibt nur zweier­lei: a) endlich Ver­nun­ft annehmen und den Zer­störungskurs gegen die Geis­teswis­senschaften abbrechen und aufar­beit­en, b) die Aus­rot­tungs­bedürfnisse gegen intellek­tuelle Bil­dung offen aussprechen.

    Ich empfehle Ihnen a) und ste­he als Pro­fale-Mitar­beit­er für den Bere­ich Philoso­phie zur Ver­fü­gung.

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