Zur Zusammenarbeit von Fachdidaktik und Sonderpädagogik im inklusiven Unterricht – Potenziale und Problemstellungen

Am ver­gan­genen Mittwoch fand an der Uni­ver­sität Ham­burg der „Strate­gi­etag Inklu­sion“ statt, bei dem Mit­glieder der Fakultät für Erziehungswis­senschaft in kurzen Impulsvorträ­gen ihre unter­schiedlichen Arbeit­en und Ansätze zur Inklu­sion vorstell­ten, die im Anschluss leb­haft in ver­schiede­nen Kle­in­grup­pen disku­tiert wur­den. In vier Blöck­en zur Posi­tion­ierung, Konzep­tion­ierung, Demokratisierung und Didak­tisierung von Inklu­sion wurde zwis­chen den Beiträ­gen nach sich ergeben­den gemein­samen Her­aus­forderun­gen des inklu­siv­en Bil­dungs- beziehungsweise Erziehungsauf­trags in schulis­chen und außer­schulis­chen Prax­is­feldern gesucht, es wur­den die ver­schiede­nen The­o­rien und Meth­o­d­en zur Bear­beitung dieser Her­aus­forderun­gen disku­tiert und nach neuen Per­spek­tiv­en zur inter- und intradiszi­plinären Koop­er­a­tion gesucht.

Einen Beitrag, der einen prag­ma­tis­chen Ansatzes zur Koop­er­a­tions­frage von Fach­di­dak­tik und Son­der­päd­a­gogik in der Inklu­sion vorstellte, liefer­ten Prof. Dr. Ulrich von Knebel, Prof Dr. Andreas Kör­ber und Dr. Heike Bor­muth. Unter dem Titel „Inklu­siv­er Unter­richt als didak­tis­che Her­aus­forderung“ stell­ten sie Über­legun­gen vor, die aus der Spez­i­fik des Zusam­men­spiels von Geschichts­di­dak­tik (Bormuth/Körber) und Beein­träch­ti­gung der Sprache (von Knebel) entsprangen.

1.   Ansatz in ein­er inklu­siv ori­en­tierten Fach­di­dak­tik – Geschichte

Im Arbeits­bere­ich Geschichts­di­dak­tik an der Uni­ver­sität Ham­burg wurde ein Ansatz entwick­elt, der für das Ziel der inklu­siv­en Pro­fil­ierung schulis­chen Geschicht­sler­nens das dif­feren­zierte Arbeit­en an gemein­samen Gegen­stän­den und Fragestel­lun­gen durch eine beson­dere Kon­struk­tion kom­plex­er Ler­nauf­gaben in den Blick nimmt. Die Über­legun­gen, die diesem möglichen Ansatz zugrunde liegen, sollen im Fol­gen­den all­ge­mein vorgestellt wer­den.

Aus­ge­hend von gegen­wär­ti­gen und für die Schü­lerin­nen und Schüler lebensweltlich rel­e­van­ten sowie expliz­it gemacht­en Prob­lem­la­gen (und insofern dem Ansatz von Sebas­t­ian Barsch ver­wandt) wer­den Auf­gaben­stel­lun­gen kon­stru­iert, die hin­re­ichend kom­plex sind, um nach ein­er dif­feren­zierten Bear­beitung gemein­sam besprochen und disku­tiert zu wer­den. Die Bedeu­tung der Auf­gabe für die eigene Lebenswelt und zeitliche Ori­en­tierung wird für die Schü­lerin­nen und Schüler in der Auf­gaben­stel­lung ersichtlich gemacht, wodurch grundle­gend klar wird, weshalb die Auf­gabe – hin­aus­ge­hend über die Verpflich­tung des Unter­richts­geschehens – zu bear­beit­en ist. Der Aus­tausch im Anschluss an die Arbeit­sphase dient schließlich nicht nur ein­er Rück­mel­dung zur erfol­gre­ichen Bewäl­ti­gung durch die Lehrkraft, son­dern eben­so zen­tral auch der anerken­nen­den gegen­seit­i­gen Wahrnehmung der unter­schiedlichen Per­spek­tiv­en, Deu­tun­gen, Bedeu­tungszuschrei­bun­gen und Inter­essen, die in den Bear­beitungsweisen ver­fol­gt wur­den. Durch die gemein­same Diskus­sion wer­den diese sicht- und reflek­tier­bar gemacht.

Für die Kon­struk­tion solch­er Auf­gaben­for­mate kön­nen (beziehungsweise müssen) auch oft mehrere vor­liegende, eher klein­schrit­tig-induk­tive Auf­gaben so zu kom­plex­en Ler­nauf­gaben zusam­menge­führt wer­den, dass ergänzende (somit nicht erset­zende) Dif­feren­zierun­gen von Mate­ri­alien sowie Bear­beitungs- und Darstel­lungs­for­men („Scaf­folds“) entwick­elt wer­den kön­nen. Diese sind dabei keinem einzel­nen Ler­nen­den direkt zugewiesen, son­dern wer­den als Ange­bote entsprechend des Bedarfs zur Unter­stützung oder Her­aus­forderung zur Ver­fü­gung gestellt, dür­fen aber grund­sät­zlich von allen Ler­nen­den gemäß ihrer eige­nen Entschei­dung genutzt wer­den. Daraus ergibt es sich auch, dass ein­deutige, fix­ierte und den Lehrer*Innen vor­ab bekan­nte Lösun­gen beziehungsweise Ergeb­nis­er­wartun­gen durch einen vielfälti­gen und vielgestalti­gen Lösungsraum abgelöst wer­den. In diesem wer­den unter­schiedliche For­mate des Schüler-Out­puts eben­so wie die ver­schiede­nen Blick­winkel und Kom­plex­itäts­grade der dif­feren­zierten Bear­beitung gle­icher­maßen wertschätzend akzep­tiert. Zur Ermit­tlung des in ein­er Lern­gruppe beste­hen­den Bedarfs an Maß­nah­men zur Unter­stützung und Her­aus­forderung dient eine zwei­seit­ige Diag­nos­tik, die zum einen die Anforderun­gen inner­halb der (kom­plex­en) Auf­gabe und zum anderen die kor­re­spondieren­den Fähigkeit­en in der Lern­gruppe als Gesamtein­heit analysiert. Dies geschieht mit­tels gemein­samer Kat­e­gorien sowohl all­ge­mein­er und spez­i­fisch päd­a­gogis­ch­er aber auch fach­spez­i­fis­ch­er Kri­te­rien, denen, eben­so wie der anschließen­den Entwick­lung der Scaf­folds, Prinzip­i­en wie das des uni­ver­sal Design for Learn­ing zugrunde gelegt wer­den.

Mit Hil­fe der ergänzen­den, nicht erset­zen­den Unter­stützung aber auch Her­aus­forderung soll der Zugang aller Ler­nen­den zu ein­er Ler­nauf­gabe verbessert oder gegebe­nen­falls erst ermöglicht wer­den, die im eigentlichen (fach­lichen) Lern- und Auf­gabenkern gemein­sam, in den Anforderun­gen, Bear­beitungs- und Reflex­ion­sweisen jedoch dif­feren­ziert ist.

Insofern die zwei­seit­ige Diag­nos­tik nicht nach den „Träger*innen“ bes­timmter Bedarfe an Unter­stützung und Her­aus­forderung inner­halb der Lern­gruppe fragt, son­dern nur nach den Bedar­fen selb­st, bleiben bei aller geleis­teter Dif­feren­zierung gegebe­nen­falls spez­i­fis­che Bedürfnisse beste­hen, die mit­tels der zwei­seit­i­gen Diag­nos­tik nicht aus­re­ichend erkennbar wer­den und denen mit­tels der all­ge­mein anzu­bi­etenden Scaf­folds nicht hin­re­ichend entsprochen wer­den kann. Sie schafft in solchen Fällen zunächst ein­mal über­haupt Aufmerk­samkeit und konkrete Gespräch­san­lässe mit weit­eren Experten päd­a­gogis­ch­er Pro­fes­sio­nen. Hier gilt es also, in Zusam­me­nar­beit mit spez­i­fis­chen Son­der­päd­a­gogiken die Schnittstellen für die inter­pro­fes­sionelle Zusam­me­nar­beit bei der Unter­richt­s­pla­nung, ‑vor­bere­itung und ‑durch­führung zu erken­nen und gemein­schaftlich aushan­del­nd zu gestal­ten. Auch dies wird nicht nur all­ge­mein, son­dern unter Berück­sich­ti­gung der Spez­i­fi­ka des jew­eili­gen Fach­es erfol­gen müssen.

2.   Ansatz der Son­der­päd­a­gogik – Beein­träch­ti­gung der Sprache

Die beispiel­hafte Diag­nose ein­er Lern­gruppe im Rah­men des geschichts­di­dak­tis­chen Auf­gaben­beispiels zeigte Auss­chläge in den Kri­te­rien „Sprach­liche Kom­pe­ten­zen“ (dies bet­rifft den Um­gang mit Deutsch/Bildungssprache) und „Sprech­fähigkeit“ (Fähigkeit zur Artiku­la­tion), an welchem Punkt die Ver­schnei­dung mit der Son­der­päd­a­gogik anset­zte. Im konkreten Falle fand die Ver­schnei­dung der Exper­tisen mit dem son­der­päd­a­gogis­chen Betä­ti­gungs­feld der „Beein­träch­ti­gung der Sprache“ statt, die sich mit den Fra­gen der fachunter­richtlichen Pro­fil­ierung ihrer Förder­logik auseinan­der­set­zte. Hin­ter den per­so­n­e­nun­ab­hängi­gen Auss­chlä­gen ver­barg sich nun aus der son­der­päd­a­gogis­chen Sicht der konkrete Beispielschüler Fabi­an, mit ein­er indivi­duellen kom­plex­en Diag­nose und einem speziellen Förder­plan. Seine Spez­i­fis­che Sprachentwick­lungsstörung bed­ingte erhe­bliche Entwick­lungsrück­stände vor allem in seman­tisch-lexikali­sch­er Hin­sicht

  • stark eingeschränk­ter Wortschatz
  • Schwierigkeit­en im Umgang mit übertrage­nen Bedeu­tun­gen

und in gram­ma­tis­ch­er Hin­sicht

  • keine Neben­satzkon­struk­tio­nen,
  • Schwie­rigkeiten mit dop­pel­ten Objek­ten, zusam­menge­set­zten Ver­ben und Tem­pus­markierung.

Gemäß Fabi­ans indi­vidu­ellem Förder­plan wären fol­gende Schritte zu unternehmen, um diese Aspek­te zu stärken. Es wären die seman­tis­chen und pho­nol­o­gis­chen Abrufhil­fen, die Fabi­an bere­its zunehmend erfol­gre­ich anwen­det, weit­er zu stärken und ein Lexikon all­t­agsrela­van­ter Worte aufzubauen. Zur Stärkung der Gram­matik wäre die Umstel­lung von Haupt­sätzen in eine Sub­jekt-Prädikat-Objekt-Struk­tur und die Erweiterung zu Mehrfa­chob­jek­tkon­struk­tio­nen einzuüben sowie kon­di­tionale und finale Neben­sätze einzuführen.

All­ge­mein ist die son­der­päd­a­gogis­che Sprach­förderung im Zusam­men­spiel mit dem Geschicht­sler­nen im schulis­chen Kon­text sodann auf zwei ver­schiedene Ziele gerichtet: Erstens gilt es, die sprach­lichen Anforderun­gen des Geschicht­sun­ter­richts so zu mod­i­fizieren, dass Fabi­an mit seinen bere­its entwick­el­ten sprach­lichen Hand­lungsmöglichkeit­en erfol­gre­ich agieren kann (sowohl im Sprachver­ständ­nis als auch in der Sprach­pro­duk­tion). Zweit­ens gilt es, die sprach­liche (hier vor allem die lexikalis­che und gram­ma­tis­che) Kom­pe­ten­zen­twick­lung Fabi­ans ins­ge­samt und gegebe­nen­falls auch außer­halb unter­richtlich­er Ver­wen­dungszwecke zu fördern, um die Ein­schränkun­gen sein­er lebensweltlichen Sprach­hand­lungs­fähigkeit, die ein Wesens­merk­mal des son­der­päd­a­gogis­chen Förderbe­darfs darstellt, zu min­dern.

Für die exem­plar­isch angenommene kom­plexe Ler­nauf­gabe ent­standen hier­durch beson­dere Anforderun­gen an die Scaf­folds, über die grundle­gende Wahrnehmung des Unter­stützungs­be­darfs in den sprach­lichen Kri­te­rien hin­aus, so dass die Mate­ri­alien auch unter Berück­sich­ti­gung von Fabi­ans Schwierigkeit­en bear­beit­bar wür­den und zu sein­er Sprach­weit­er­en­twick­lung beitra­gen kön­nten. Inner­halb der Auf­gaben­stel­lung zeigte sich zudem eine weit­ere zuvor nicht in dieser Deut­lichkeit abse­hbare Prob­lematik durch die vorge­se­hene Zu­sammenarbeit mit einem Part­ner, der über ein anderes Sprach­pro­fil ver­fügt. Spätestens an dieser Stelle müssten die Vertreter*Innen der Fach­di­dak­tik, in Form der Fachlehrer*Innen, und der Son­der­päd­a­gogik in einen konkreten Dia­log treten, um Fabi­ans Förder­plan sin­nvoll in einen weit­er­hin fach­lichen Geschicht­sun­ter­richt und das gemein­same Ler­nen einzu­binden. Im Rah­men des Beitrags wur­den hier­aus ver­schiedene Kon­se­quen­zen, Prob­lem­felder und Arbeit­saufträge abgeleit­et und vorgestellt.

3.   Ein mehrdi­men­sion­ales Span­nungs­feld entste­ht

Hin­ter der Koop­er­a­tion der päd­a­gogis­chen Diszi­plinen – so erstrebenswert sie auch sein mag – ste­ht bish­er ein noch nicht gek­lärtes, kom­plex­es Span­nungs­feld, da mit den indi­vidu­ellen Akteuren noch keine fix­ierten Hal­tun­gen aufeinan­dertr­e­f­fen. Bei­de päd­a­gogisch Han­del­nden müssen für sich genom­men zuerst ein­mal ihre Posi­tion auf einem chang­ieren­den Spek­trum der Extrem­pole – zwis­chen dem absoluten Hochhal­ten oder dem gän­zlichen Zurück­stellen der Eigen­logik ihrer Diszi­plin – bes­tim­men, um anschließend in den Aus­tausch und in Beziehung zueinan­der treten zu kön­nen.

Im konkreten Falle stünde ein Fach­lehrer oder eine Fach­lehrerin vor der gesam­melten Band­bre­ite möglich­er Posi­tion­ierun­gen von dem kom­plet­ten hin­te­nanstellen des Arbeit­sziels des histo­rischen Ler­nens und des Fachunter­richts hin­ter die indi­vidu­ellen Bedürfnisse ein­er­seits – hier würde also jedem Ler­nen­den eine eigene sep­a­rate Auf­gabe zugewiesen –  bis zu  dem Fes­thal­ten am gemein­samen Gegen­stand und der vorgese­henen Arbeitsweise als all­ge­me­ingültig ander­er­seits – hier­durch würde bedin­gungs­los auf das Ziel his­torischen Den­kens hingear­beit­et. Auf Seit­en der Son­der­päd­a­gogik span­nt sich ein ver­gle­ich­bar­er Bogen auf. Er beste­ht zwis­chen dem Auflösen von Förder­plan und Förder­logik unter der unter­richtlich­er Prax­is und dem Blick auf die ganze Klasse seit­ens Fach­lehrkräfte – einzelne Bedarfe von Schü­lerin­nen und Schülern blieben dem­nach unsicht­bar – und dem gegen­teili­gen Behar­ren auf dem Ziel der best­möglich­er Unter­stützung der indi­vidu­ellen Entwick­lung mit­tels des Förder­plans – das Han­deln würde somit in ganzem Umfang auf das Sub­jekt fokussiert.

Obwohl keine der Extrem­po­si­tio­nen funk­tion­al im Sinne der Inklu­sion oder pro­duk­tiv für ein gemein­sames Arbeit­en der päd­a­gogis­chen Diszi­plinen erscheint, kann bish­er eben­so wenig mit irgen­dein­er Bes­timmtheit gesagt wer­den, wie eine solche pos­i­tive Selb­stveror­tung auszuse­hen hat.

4.   Forschungsan­sätze und Arbeit­saufträge

Bevor in der Prax­is die einzelne Sonderpädagog*Innen und Fachlehrer*Innen das kom­plexe Span­nungs­feld in fort­laufend­en Einzelfall­ex­em­peln prag­ma­tisch lösen, erge­ht aus den Über­legun­gen des Zusam­men­spiels ein Arbeit­sauf­trag an die uni­ver­sitäre Forschung und Aus­bil­dung in den ver­schiede­nen Lehrämtern, genau dies bear­beit­bar zu machen. Ins­beson­dere ist ein Ort für die Ver­hand­lung der entste­hen­den Fra­gen zu schaf­fen.

Dieser Auszug stellt keinen umfänglichen und erschöpfend­en Kat­a­log an Fra­gen dar, an dessen Ende eine Lösung für die Grund­satzfrage der Zusam­me­nar­beit zwis­chen Fach­di­dak­tik und Son­der­päd­a­gogik ste­ht. Vielmehr ste­ht er exem­plar­isch für den jew­eili­gen Blick­winkel auf grundle­gende Struk­turfra­gen, ins­beson­dere

  • Wie lässt sich A in B inte­gri­eren, ohne dass B sich hier­durch fach- beziehungsweise diszi­plinen­spez­i­fisch ver­liert?
  • Welche Kon­se­quen­zen ergeben sich hier­aus für B in sich?
  • Wie kann A seine Ange­bote generell für B nutzbar machen?
  • Wie kön­nen die Fach- und Diszi­plinen­struk­turen von A und B zusam­men­genge­führt wer­den?

Da inklu­siv­er Unter­richt let­ztlich in Form inklu­siv­en Fachunter­richts stat­tfind­et, tref­fen im Prax­is­feld Schule die didak­tis­che Eigen­logiken aller Fäch­er auf jene aller son­der­päd­a­gogis­chen Diszi­plinen. Daraus ergibt sich Kom­bi­na­tionsvielfalt und die all­ge­meine Frage, inwieweit lassen sich Fragestel­lun­gen zur grund­sätzlichen und spez­i­fis­chen Koop­er­a­tion über­haupt mit über­greifend­er Gültigkeit diskutie­ren oder mod­el­lieren? Oder ander­sherum gefragt, an welchen Stellen sind Schnitt- und Rei­bungspunk­te nur diszi­plinen­spez­i­fisch aushandel­bar?

 

Informationsmaterial für Lehrkräfte

Bor­muth, Heike; Kör­ber, Andreas (2018): Lehrerposter_Inklusiver_Geschichtsunterricht_HB_01.03.2018

Inklu­sion ist bere­its seit län­gerem kein alleiniges The­ma der Son­der­päd­a­gogik mehr. Die Studieren­den aller Lehrämter der Uni­ver­sität Ham­burg wer­den nicht nur im Fach Geschichte, son­dern im Rah­men ver­schieden­er Sem­i­narkonzepte mit dem The­ma Inklu­sion und deren Bedeu­tung für den Unter­richt ver­traut gemacht. Sie wer­den darauf vor­bere­it­et, in ihrem unter­richtlichen Han­deln auf die sich stetig verän­dern­den gesellschaftlichen Bedin­gun­gen und die wach­sende Diver­sität kom­pe­tent zu reagieren.

Speziell die Geschichts­di­dak­tik hat es sich darüber hin­aus zur Auf­gabe gemacht, auch den beste­hen­den Lehrkör­p­er in diesen Prozess einzu­binden. Regelmäßig wer­den Fort­bil­dun­gen für Lehrerin­nen und Lehrer im Rah­men der Begleitver­anstal­tung zum Kern­prak­tikum I ange­boten und zwis­chen­zeitlich wurde auch ein erstes Infor­ma­tion­s­ma­te­r­i­al entwick­elt, das die Prinzip­i­en des inklu­siv­en Geschicht­sun­ter­richts auch Lehkräften vorstellen soll, die nicht als Men­torin­nen und Men­toren am Kern­prak­tikum beteiligt sind.

Das Infor­ma­tion­s­ma­te­r­i­al in Form eines Poster kann hier einge­se­hen wer­den.

Lehrerposter_Inklusiver_Geschichtsunterricht_HB_01.03.2018

Ein Alter­na­tiv­text zum Poster kann über den fol­gen­den Link eben­falls abgerufen wer­den.

Alternativtext_Lehrerposter_Inklusiver_Geschichtsunterricht_HB_27.02.2018

Weit­ere Infor­ma­tio­nen zum The­ma Inklu­sion und Pro­fes­sion­al­isierung in der Lehrer_innenbildung find­en Sie auf der Inter­net­präsenz der Pro­jek­ts Pro­fale (https://www.profale.uni-hamburg.de/handlungsfelder/hf3.html). Dort kön­nen Sie die neben der Geschichts­di­dak­tik beteiligten uni­ver­sitären Fäch­er sowie die Möglichkeit­en zur Teil­nahme an den Maß­nah­men des Hand­lungs­feldes ein­se­hen. Eine weit­ere Anlauf­stelle für Fra­gen zur Beteili­gung bildet darüber hin­aus noch das Ham­burg­er Zen­trum für Lehrerbil­dung.